Alon Sariel // Telemandolin

Das Wortspiel lag nah. Ganz nach den Regeln des Kinderspiels der Silbenverlängerung hat der israelische Mandolinist Alon Sariel aus Telemanns Namen und den ersten drei Buchstaben seines Instruments das Kunstwort „Telemandolin“ geschaffen. Anlässlich von Telemanns 250. Todesjahr bearbeitete er Stücke des Meisters, wie zum Beispiel einzelne Solo-Fantasien und die Kammerpartita Nr. 2 TWV 41:G2, die ursprünglich für Viola da gamba beziehungsweise Oboe komponiert wurden, für Mandoline und ein siebenköpfiges Originalklangensemble. Dazwischen erklingt in vergleichbaren Übertragungen nach bewährter barocker Manier das Lautenkonzert d-Moll von Telemanns Zeitgenossen und erklärtem Bewunderer Johann Friedrich Fasch sowie eine galante Sonate des Bach-Sohns Carl Philipp Emanuel Bach. Zur damaligen Zeit spielte man gute Musik auf allen möglichen Instrumenten, die sich dazu eigneten. Telemann selbst soll neben dem Cembalo hervorragend Flöte, Oboe, Chalumeau, Viola da gamba, Kontrabass und Bassposaune gespielt haben. „Ich persönlich glaube“, sagt Alon Sariel „dass das Instrument doch nur ein Instrument ist, ein Mittel, die Musik eine Botschaft aussprechen zu lassen. Was auch immer diese Botschaft sein mag, zum Glück habe ich das Privileg, sie in einem völlig neuen und frischen Klang in die Welt zu bringen.“ Als Dirigent, Lautenist und Mandolinist weiß er aber eben auch, wie das am besten geht.

Berlin Classics/Edel CD 0300934BC // ab 23.06.2017 im Handel