Andris Nelsons & Gewandhausorchester Leipzig // Bruckner, Wagner

Anton Bruckner widmete seine 3. Sinfonie d-Moll einst „in tiefster Ehrfurcht“ dem von ihm bewunderten Richard Wagner. Aber auch wenn sich etliche Anlehnungen an Wagner-Partituren in der Dritten finden, so sind die Unterschiede von Bruckners und Wagners musikalischen Sprachen doch erheblich. Den oft extremen Schichtungen von Orchesterfarben bei Wagner setzte Bruckner eine große Differenzierung der Register entgegen und entwickelte neuartige Steigerungstechniken. Weiterlesen ›

Quatour Ebène // Eternal Stories

Die Vielseitigkeit des Quatour Ebène, einer der derzeit sicher besten Streichquartettformationen der Welt, ist wirklich umwerfend. Wenn das Ensemble, unterstützt von der Kontrabassistin Laurène Durantel, zum Beispiel Schuberts Streichquintett spielt, entstehen wahrhaft magische Momente. Weiterlesen ›

Diana Damrau // Meyerbeer: Grand Opera

Viele Opernfreunde werden sich noch an das legendäre Konzert von Diana Damrau im Palazzo Bru Zane in Rom im Jahr 2014 erinnern, wo die Sopranistin anlässlich des 150. Todestags von Giacomo Meyerbeer Arien seiner Opern präsentierte. Weiterlesen ›

Roberto Alagna, Sabine Devieilhe u.a.// L’enfant prodigue & L’enfant et les sortilèges

In beiden hier live in Paris aufgenommenen Stücken großer französischer Impressionisten geht es um Kinder. Während sich Debussy in seinem Frühwerk „L’enfant prodigue“ auf die dichterische Adaption Édouard Guinands einer biblischen Episode stützt, erzählt Ravel in „L’enfant et les sortilèges“ von der wundersamen Besinnung eines Tiere quälenden Kindes durch plötzlich lebendig werdende Gegenstände. Weiterlesen ›

Manuel Barrueco, Trio Miraflores u.a. // The Sound Of Cuba

Mit Kuba verbinden wir teure Zigarren, Oldtimer, die hundertfach repariert wurden und immer noch durch Havannas Straßen gondeln, und natürlich die Salsa, die so leicht zu tanzen ausschaut, es aber bei Weitem nicht ist. Drei neue Warner-CDs mit Aufnahmen des Gitarristen Manuel Barrueco oder des Trios Miraflores lassen teilweise weniger bekannte Klänge der Karibikinsel hören, die das imaginäre Tanzbein zwar nicht ruhen lassen, aber auch andere Stileindrücke präsentieren. Weiterlesen ›

Yo-Yo Ma, Chris Thile & Edgar Meyer // Bach Trios

Yo-Yo Ma ist der große Feingeist unter den Starcellisten. Die stark lyrische Prägung seines edlen und ausgewogenen Cellospiels hält unerhörte Farben bereit. Erst recht in Kombination mit einem so zarten Instrument wie der Mandoline und im Kontrast zum Kontrabass. In dieser aparten, brillant und fein klingenden Besetzung haben Ma, der Mandolinen-Virtuose Chris Thile und der Bassist Edgar Meyer Bach-Werke eingespielt, die ursprünglich für Orgel oder Cembalo und eine Viola da gamba komponiert waren. Weiterlesen ›

Paul McCreesh // Die Jahreszeiten 1801

Für den britischen Dirigenten Paul McCreesh ist Joseph Haydns letztes großes Oratorienwerk „Die Jahreszeiten“ ein Stück, in dem der zur Zeit der Entstehung 69-jährige Komponist in hohem Alter eine unglaubliche Schaffenskraft an den Tag legte. Dennoch war das zweite, weit weniger erfolgreiche Oratorium nach Texten Baron Gottfried van Swietens weit problematischer für Haydn als „Die Schöpfung“. Zwei Jahre lang arbeitete er immer wieder daran. Die Uraufführung fand 1801 in Wien statt. Weiterlesen ›

Sir Simon Rattle & Berliner Philharmoniker // Rhythm & Colours

Die Ära Sir Simon Rattles als Chef der Berliner Philharmoniker eilt ihrem Ende entgegen. Nachdem der Maestro bereits 2013 bekannt gab, seinen 2018 auslaufenden Vertrag in Berlin nicht verlängern zu wollen, beginnt schon jetzt ein Rückblick auf die zurückliegenden 15 Jahre seiner Zeit mit diesem außerordentlichen Orchester. Die Aufnahmen der Symphonie fantastique von Berlioz, von Mahlers 5. Sinfonie und Debussys „La mer“ waren wichtige Wegmarken, die nun auf sieben CDs unter dem schillernden Titel „Rhythm & Colours“ neu veröffentlicht werden. Weiterlesen ›

Marc-André Hamelin // Klavierkonzerte

Die Komponisten Sergej Rachmaninow und Nikolai Medtner entstammen nicht nur einem Land und einer Generation, sie waren auch beide Konzertpianisten und komponierten für ihr eigenes Instrument. Medtner, dessen Schaffen erst in den vergangenen Jahren entdeckt wurde und zu Recht bewundert wird, war ein Cousin des russischen Komponisten Alexander Goedicke. Weiterlesen ›