"Danse macabre" ist die Aufforderung zum grotesken Tanz, denn "Freund Hein spielt auf", wie Gustav Mahler zum 2. Satz seiner 4. Sinfonie schreibt. Hier scheinen die Knochen im fahlen Mondlicht zum Walzertakt zu klappern und es wird zum Hexensabbath geladen. Mitreißend makaber!
Die Vampir-Welle rollt in den Kinos ("Twilight III"-Start Ende Juni!) und auf dem Buch- und Hörspielmarkt mit voller Fahrt voraus. Sie trifft genau den Nerv der Zeit, ihre Leinwandstars sind Gesprächsthema in der Glamourpresse, und sie verbindet verschiedene Trends und Altersgruppen zu einem einzigen Strom des schwelgerischen Schauders: Kaum ein Medium, das hiervon noch nicht erfasst worden ist. Dies nahm Berlin Classics zum Anlass, sich auch einmal in der Musikgeschichte abseits der ausgetretenen Compilation-Pfade umzusehen. Erstaunlich, was dabei alles ins Netz ging! Herausgekommen sind drei Doppel-CDs, die einen virtuellen Soundtrack als Stimulanz für die dunkle Seite der eigenen Fantasie bereitstellen. Im hochwertigen Digipack mit exklusiven Cover-Illustrationen wird diesen einzigartigen Sammlungen kaum jemand widerstehen können, der einen Sinn fürs Sinistre hat.
Auf dieser CD: Saint-Saëns: Danse macabre | Liszt: Totentanz | Mahler: 7. Sinfonie - Scherzo | Strawinsky: Sacre du printemps - Danse sacrale | Lutoslawski: Paganini-Variationen | Berlioz: Sinfonie fantastique - Beim Hexensabbath | Schostakowitsch: 15. Sinfonie - Allegretto | Mussorgsky: Die Hütte der Baba Yaga | Rachmaninow: Fantastische Tänze u. v. a. m.