Wenn große Kammermusiker Werke der Vergangenheit aufspüren, begeben sie sich auch immer auf die Spuren ihrer Kollegen von einst. Der Geiger Josef Slavik, der 1833 mit nur 27 Jahren starb, galt als zweiter Paganini, und Franz Schubert widmete ihm in den letzten Jahren vor seinem ebenfalls frühen Tod ein virtuoses Rondo und die Fantasie C-Dur – ein Werk, in dem ein Liedzitat herübergrüßt, und das neben so berühmte Kompositionen wie die „Wandererfantasie“ gestellt werden kann. Carolin Widmann und Alexander Lonquich verweben die Stücke mit der frühen A-Dur-Sonate zu einer tiefen Auslotung von Schuberts Violinrepertoire, das noch immer sehr im Schatten steht.
(ECM/Universal)