Marc-André Hamelin // Klavierkonzerte

Die Komponisten Sergej Rachmaninow und Nikolai Medtner entstammen nicht nur einem Land und einer Generation, sie waren auch beide Konzertpianisten und komponierten für ihr eigenes Instrument. Medtner, dessen Schaffen erst in den vergangenen Jahren entdeckt wurde und zu Recht bewundert wird, war ein Cousin des russischen Komponisten Alexander Goedicke. Weiterlesen ›

Gautier & Renaud Capuçon u.a. // Brahms: Streichsextette 1 & 2-Aix-en-Provence Osterfestival 2016

Eine Live-Aufnahme von der Osterausgabe des Festivals Aix-en-Provence aus dem Jahr 2016 ist ja schon mal etwas Besonderes. Wenn die beiden Streichsextette von Brahms dann aber auch noch von solchen Top-Solisten wie Gautier und Renaud Capuçon, Christoph Koncz, Gérard Caussé, Marie Chilemme und Clemens Hagen interpretiert werden, kann man nur höchste Qualität erwarten. Weiterlesen ›

Joep Beving // Prehension

Joep Bevings Musik ist so individuell und einzigartig, dass sie sich in Kategorien der Klassik oder der Neoklassik nur schwer einordnen lässt. Oft fließen Eigenkompositionen des niederländischen Pianisten ruhig dahin und lassen an Erik Satie denken, dann wieder entfalten sie einen ungeheuren Sog und starke Intensität. Weiterlesen ›

Arcadi Volodos // Volodos Plays Brahms

Man kann es kaum glauben, dass bereits vier Jahre vergangen sind, seit der unvergleichliche russische Pianist Arcadi Volodos seine letzte Aufnahme veröffentlichte. Zuletzt waren es Klavierwerke von Frederic Mompou, die in Volodos’ einfühlsamer Interpretation den spanischen Komponisten und Pianisten in ein ganz neues Licht stellten. Aber auch das Liszt-Album von Volodos wurde wie sein Mompou-Album unmittelbar als Referenzaufnahme hochgelobt, denn dieser Pianist lässt lange reifen, was gut werden soll. Weiterlesen ›

Martin Stadtfeld // Best Of

Es wundert sicher niemanden, dass Werke von Bach gleich eine ganze CD dieses Best-Of-Albums in Anspruch nehmen. Bach istschließlich Stadtfelds erklärter Lieblingskomponist. Mit ihm, genauer gesagt den „Goldberg Variationen“, hatte der Pianist seinerzeit seinen Durchbruch geschafft. So verbindet Stadtfeld auf der ersten CD Ausschnitte aus den „Goldberg Variationen“, jenem Schlüsselwerk für jeden Pianisten im Umgang mit Bach, mit ausgewählten Klavierkonzerten und Sonaten. Weiterlesen ›

Jan Lisiecki // Chopin: Werke für Klavier und Orchester

Es müssen ja nicht immer die beiden so oft eingespielten Klavierkonzerte von Chopin sein. Darüber sei schon viel von großen Musikern gesagt worden, findet der kanadische Pianist polnischer Abstammung Jan Lisiecki und entschied sich, frühe, weniger bekannte Werke für Klavier und Orchester mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester aufzunehmen. Weiterlesen ›

Chilly Gonzales und Jarvis Cocker // Room 29

Die Frage, wie ein Zimmer klingen könnte, haben sich Komponisten und Musiker aller Zeiten doch eher selten gestellt. Der kanadische Pianist Chilly Gonzales und der britische Sänger Jarvis Cocker von der Pop-Band Pulp ließen sich bei ihrem Album 'Room 29' tatsächlich von einem Hotelzimmer im berühmten Hotel Château Marmont am Sunset Boulevard in Los Angeles inspirieren. Weiterlesen ›

Khatia Buniatishvili // Rachmaninoff: Klavierkonzert 2 op.18 & 3 op.30

Allein der Beginn von Rachmaninows 2. Klavierkonzert, in dem die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili eine gewaltige Steigerung aufbaut, die sogleich in das lyrische Thema des ersten Satzes übergeht, ist ein Genuss. Buniatishvili ist aber auch eine Pianistin, die den enormen Kraftentladungen der beiden Klavierkonzerte Nr. 2 und 3, die sie hier mit dem Czech Philharmonic Orchestra unter Paavo Järvis zupackender, enorm konturierter Leitung eingespielt hat, mehr als gewachsen. Die Läufe und Dialoge mit dem Orchester gestalten sich geradezu explosiv. Weiterlesen ›

Grigory Sokolov // Mozart & Rachmaninov: Concertos

Wenn Grigory Sokolov die ersten Töne der Exposition in Rachmaninows 3. Klavierkonzert anschlägt, scheint alles beinah zu schweben. Berückend formt der russische Pianist die melodische Linie und reißt das Orchester mit, um gleich beim ersten Ausbruch ein Höchstmaß an Energetik und Virtuosität an den Tag zu legen. Sokolov spielt manche Passagen wirklich in atemberaubendem Tempo. Und dabei ist es doch ein Merkmal dieses Pianisten, dass er sich so gar nicht in die Rolle eines Selbstdarstellers und in das Schema eines modernen Konzertbetriebs fügen mag. Weiterlesen ›