Antoine Tamestit & Cédric Tiberghien // Bel Canto

Wie klingen wohl die schönsten Belcanto-Arien Italiens, gespielt auf der legendären Stradivari-Viola „Mahler“ von 1672 und einem Steinway-Flügel? Und vor allem gespielt von dem einzigartigen Antoine Tamestit, begleitet von dem kongenialen Cédric Tiberghien. Der dramatisch leidende Duktus zu Beginn der Arie „Il faut partir“ aus Gaetano Donizettis Oper „La Fille du Regiment“, der im Original von einer Oboe geblasen wird, klingt in der Bearbeitung für Viola und Klavier noch viel berührender. Weiterlesen ›

Rafał Blechacz // Johann Sebastian Bach

Der polnische Pianist Rafał Blechacz hat seinen Pianistenkollegen in dieser Hinsicht schon einiges voraus. Er kann nicht nur Klavier, sondern auch Orgel spielen und legte damit schon in jungen Jahren die Grundlage für seine Bach-Begeisterung. Wie aber beeinflusst dieser Zugang nun Blechaczs Bach-Interpretationen? Weiterlesen ›

Alexander Krichel // Miroirs

In Alexander Krichels Interpretation von Maurice Ravels „Gaspard de la nuit“ läuft dem Hörer wahrlich ein Schauer über den Rücken. In den aus Motiven romantischer Schauergeschichten entlehnten Sujets dieses Klavierzyklus’ findet der junge Pianist und große Ravel-Verehrer zu teilweise unwirklich schwebenden Klangkaskaden. Etwa dort, wo die Wasserfee Undine durchs Wasser gleitet, umgeben von Wellen und Strudeln, aber trotzdem leicht und unerreichbar. Krichel malt die Bilder dieser Musik wie ein Impressionist seine Gemälde mit changierenden Farben. Weiterlesen ›

David Fray // Chopin

An Chopin interessiert den 35-jährigen französischen Pianisten David Fray besonders das Fragile, Unvorhergesehene und Formbare. In Bezug auf sein erstes Chopin-Album sprach er von der Kunst beim Interpretieren dieser Musik, die Inspiration jeweils aus dem Moment heraus zu schöpfen. Chopins einzigartige Werke sind niemals planbar, weshalb Frays Herangehensweise zuweilen auch tastend, ja improvisatorisch zu klingen scheint. Der Pianist hat mit diesem Album einen Damm gebrochen. Weiterlesen ›

Johannes Moser & Andrei Korobeinikov // Werke für Cello und Klavier

Es ist Johannes Mosers zweites Pentatone-Album nach seiner hochgelobten Einspielung der Cellokonzerte von Dvořák und Lalo. „Diesmal wollte ich unbedingt eine CD mit reinem russischen Repertoire aufnehmen“, sagt der 37-jährige Münchner, „denn mit dem russischen Pianisten Andrei Korobeinikov habe ich einen wahren Meister der russischen Musik an meiner Seite.“ Weiterlesen ›

Martin Stadtfeld // Chopin+

Die Nähe von Chopins Etüdenzyklen zu Bach ist gar nicht so weit hergeholt. Für Martin Stadtfeld, der Chopins Etüden in seinen Konzerten ebenso häufig spielt wie etwa Bachs Präludien und Fugen, ist diese Nähe schon allein in der Tatsache begründet, dass beide Komponisten die Idee verfolgten, „einen einzigen Gedanken einem Werk zugrunde zu legen und diesen in aller Stringenz herauszuarbeiten.“ Weiterlesen ›

Alexandre Tharaud // Tharaud plays Rachmaninov

Es schwebt immer etwas Geheimnisvolles mit. Man nimmt zwischen den Klängen das bei diesem Komponisten oft verborgene Unausgesprochene wahr, wenn der französische Pianist Alexandre Tharaud Rachmaninow spielt. Emphase lässt er genauso wenig vermissen, Tharaud entwickelt jede Steigerung und jeden noch so großen Ausbruch organisch aus dem Zusammenhang. Weiterlesen ›

Daniil Trifonov // Transcendental

Was Daniil Trifonov mit seinen Händen mache, schwärmte Martha Argerich, sei technisch einfach unglaublich. Sein Anschlag habe sowohl etwas Zärtliches als auch dämonische Elemente. Voraussetzungen, die zur Musik eines Komponisten wie Franz Liszt zweifellos in besonderer Weise passen. Weiterlesen ›

Fazil Say // Mozart: Sämtliche Klaviersonaten

Bei diesem besonderen Projekt hat sich Fazil Say auf Spurensuche im Notentext begeben und für jede von ihm interpetierte Sonate tiefgehende Gedanken formuliert. Weiterlesen ›