Christina Pluhar & L’Arpeggiata // La Tarantella – Antidotum Tarantulae

Wer beanspruche, auhentisch zu sein, sagte Christina Pluhar einmal über die Originalklang-Protagonisten bei „Spiegel Online“, der befände sich längst auf dem falschen Dampfer. Anstatt historischen Spielweisen verkrampft nachzueifern, von denen wir sowieso nicht wissen, ob sie jemals so geklungen haben, fand die Lautenistin und Harfenistin mit ihren Mitstreitern zu einem historischen Klangbild, das in seiner freien Spielbegeisterung lebendiger und origineller kaum sein könnte. Weiterlesen ›

Teodor Currentzis & MusicAeterna // Don Giovanni

Vor sechzig Jahren war es einmal der Dirigent Erich Kleiber, der mit einem ungewöhnlich feurigen, akzentreichen Klangbild die Gesamtaufnahmen Mozartscher Opern revolutionierte. Was nun Teodor Currentzis in Studioaufnahmen der Da-Ponte-Opern mit seiner MusicAeterna am Theater Perm vorlegt, übertrifft die Kontraste Kleibers noch um ein Vielfaches. Weiterlesen ›

Joyce DiDonato & Il Pomo D’Oro // In War and Peace – Harmony Through Music

Sergej Prokofjew hat auf der Grundlage von Tolstois Roman „Krieg und Frieden“ eine ganze Oper geschrieben. Die Widersprüche zwischen Leidenschaft und Aggression aber waren schon immer ein Lieblingsthema der Oper, erst recht bei Purcell und Händel, die mit Vorliebe antike Vorlagen vertonten. Weiterlesen ›

Lang Lang // New York Rhapsody

Musik kann Städte prägen, und umgekehrt prägen Städte natürlich auch die Musik, die innerhalb ihrer Mauern geschrieben wurde oder hier außergewöhnliche Aufführungen erlebt hat. Das gilt, um nur einige Beispiele zu nennen, sowohl für die Strauß-Walzer oder die Zither-Melodie zum Orson-Welles-Film „Der dritte Mann“ in Bezug auf Wien als auch für Elgars „Pomp and Circumstances Marches“ in Bezug auf London. Auch New York hat seine Musikgeschichte und, fragt man den chinesischen Pianisten Lang Lang, sogar eine sehr reiche, eigenwillige und weltbewegende. „Ich wollte unbedingt eine musikalische Hommage machen an die Stadt, die ich liebe“, sagt er zu seinem aktuellen Album „New York Rhapsody“. Weiterlesen ›

Anna Netrebko // Verismo

Bei diesem Verismo-Album wollte Anna Netrebko nichts, aber auch gar nichts dem Zufall überlassen. Nachdem die Tonaufnahmen mit dem umwerfend spielenden Orchestra dell‘Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter Antonio Pappano fertig waren, feilte die Sängerin am Coverfoto. „Es sollte spektakulär und wild sein und ein spezielles Artdesign haben“, erzählt sie. Dabei kam es auch gar nicht so drauf an, ob das engelhaft-flügelschlagende und eine goldene Krone tragende Fantasiewesen, in das sie sich hier verwandelt, einer bestimmten Opernfigur des Repertoires zuzuordnen ist. Es sollte die Stimmung und die Zerrissenheit, die Seelenqual, aber auch die Leidenschaftlichkeit ausdrücken, die bestimmte Schicksalsschläge im Wesen eines Menschen auslösen können. Weiterlesen ›

Neue Meister im Anmarsch

Und da soll noch mal einer sagen, die Avantgarde unserer Tage hätte es schwer in der Gunst der großen Tonträgerproduzenten? Mit seiner exklusiven Reihe „Neue Meister“ widmet sich Edel nun der jungen Komponistengeneration von heute. Präsentiert wird aber nicht nur die akademisch-experimentelle Neue Musik und ihr vielgescholtener Elfenbeinturm, den nur Spezialisten und Kenner unter den Hörern zu erklimmen bereit sind. Nein, hier geht es um Vielfalt ohne Grenzen. Um eine Neue Musik, die um ihrer selbst willen gut und hörenswert ist und die es verdient, ein großes Publikum zu erobern. Weiterlesen ›

Zubin Mehta & Los Angeles Philh. Orch. // Gustav Holst: Die Planeten

Auf die Idee, nicht nur den ein oder anderen für den Sternenhimmel verantwortlichen Gott aus der Mythologie, sondern gleich den ganzen Planetenkreis zum Thema eines großen sinfonischen Werks zu machen, war vor dem britischen Komponisten Gustav Holst noch niemandem gekommen. Weiterlesen ›

Zubin Mehta & Wiener Philh. // Mahler: Sinfonie 2

Eine legendäre Aufnahme war Zubin Mehta auch mit der 2. Sinfonie „Auferstehung“ von Gustav Mahler im Jahr 1975 gelungen. Weiterlesen ›

Rufus Wainwright // Take All My Loves – 9 Shakespeare Sonnets

„Wenn die Musik die Nahrung der Liebe ist“, lässt Shakespeare den Duke Orsino in „Was ihr wollt“ ausrufen, „spielt weiter; gebt mir im Übermaß davon, damit das Verlangen am Überfluss erkranke und so sterbe.“ Weiterlesen ›