Lang Lang // Lang Lang in Paris

Lang Lang - Lang Lang in ParisIn Paris ist der chinesische Star-Pianist Lang Lang sowieso Stammgast. Erst im Januar 2015 war er dort mit Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 anlässlich der vom Star-Architekten Jean Nouvel erbauten Philharmonie im Nordosten der Stadt aufgetreten. Es sei aber schon immer, sagt Lang Lang, sein Lebenstraum gewesen, im 300 Jahre alten Spiegelsaal des Schlosses Versailles, jenem geschichtsträchtigen und wundervoll ausgestatteten Raum, aufzutreten. Nun ging der Wunsch in Erfüllung und Lang Lang musste über das Programm für diesen Auftritt nicht lange nachsinnen. Nicht erst seit seinem Chopin-Album aus dem Jahr 2012 steht der Pole, der 1849 in Paris verstarb, im Zentrum seines Repertoires. Lang Langs Interpretation der Scherzi Nr. 1 op. 20, Nr. 2 op. 31, Nr. 3 op. 39 und Nr. 4 op. 54, die in den Jahren 1831 bis 1842 entstanden sind, ist hoch differenziert und virtuos. Ganz offenbar geht es dem Pianisten darum, die zuweilen unergründbare Tiefe von Chopins Musik immer weiter auszuloten. Sein Spiel ist transparent, feinsinnig und bewegend. Das gilt auch für die zwölf den Jahresmonaten gewidmeten Sätzen aus Peter Tschaikowskys „Die Jahreszeiten“ op. 37a, die der Komponist 1875 im Auftrag eines russischen Musikmagazins schrieb. Um die Charaktere der Monate besser fassen zu können, wählte Tschaikowsky auch bestimmte Ereignisse wie den Karneval für Februar oder den schmelzenden Schnee für die Monat April aus.

Lang Lang – Lang Lang in Paris (Sony Classical) 2CD 88875117582 / 2CD+DVD 88875117612 / 2LP 88875132601 (ab 11.12.) // ab 09.10.2015 im Handel