Simone Kermes // Love

Simone Kermes - LoveDie amerikanische Filmdiva Katharine Hepburn brachte es auf den Punkt: „Liebe ist nicht das, was man erwartet zu bekommen, sondern das, was man bereit ist zu geben.“ Die Echo-Klassik-Preisträgerin Simone Kermes weiß aus eigener Erfahrung, welches Glück, aber auch welche Probleme die Liebe bereiten kann, wenn Signale gesendet, aber nicht immer empfangen werden. Ihr neues Album „Love“ vereint Stücke aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, die die Liebe auf einfühlsame und subtile Weise in allen Facetten ausleuchten. Natürlich gehört Barbara Strozzis leidenschaftliches „Che si puo fare“ genauso dazu wie Monteverdis „Lamento della ninfa“ aus dem „Libro VIII: Madrigali guerrieri et amorosi“. Gerade Monteverdis Musik ist ja ein Beispiel dafür, dass es nicht unbedingt der großen, aufwühlenden Geste bedarf, wie sie die Opern des 19. Jahrhunderts gern verwenden, um tiefstes Empfinden zum Ausdruck zu bringen. Das gilt auch für Henry Purcells ergreifendes „Lament“ aus „Dido and Aeneas“ oder „Quelles beautes, o mortels“ des französischen Hofkomponisten Antoine de Boesset. Im begleitenden Ensemble „La Magnifica Comunita“ unter Enrico Casazza ist auch ein tunesischer Musiker beteiligt, der auf seiner Viola d’amore Anklänge an arabische Musik einfließen lässt, die im Barockzeitalter gern verwendet wurden. Über ein Jahr hat Kermes dieses Album vorbereitet und, weil es nun mal ein so komplexes Thema ist, sogar einen Philosophen für ein Essay im Booklet beauftragt.

Simone Kermes – Love (Sony Classical) CD 88875111382 // ab 04.03.2016 im Handel