Frank Peter Zimmermann // Mozart: Violinkonzerte 2+5, Sinfonia Concertante

Frank Peter Zimmermann - Violinkonzerte 2+5- Sinfonia ConcertanteFrank Peter Zimmermann ist kein Mann, der halbe Sachen macht. Für seine Interpretationen von Schostakowitschs Violinkonzerten war er erst vor Kurzem extra nach Russland gereist, um seine Violinstimme mit den autografen Vorlagen und frühen Druckausgaben abzustimmen. Für die zweite CD seines Mozart-Projekts, das 2015 so erfolgreich gestartet war, nutzte der Geiger nun auch wieder seine geliebte Lady-Inchiquin-Stradivari. Leider zum letzten Mal, denn die Leihgabe, die er über viele Jahre hinweg mit sich führen durfte, musste er nach dieser Produktion wieder an den Eigentümer zurückgeben. Überraschenderweise war diese Stradivari nicht das einzige kostbare Instrument bei dieser Produktion, denn in der Sinfonia Concertante Es-Dur KV 364 spielte der Franzose Antoine Tamestit eine Stradivari-Viola und der Konzertmeister des Kammerorchesters des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, Radoslav Szulc, eine Stradivari aus dem Jahr 1725. Frank Peter Zimmermanns Mozart klingt leicht, federnd, aber auch zupackend und zuweilen enorm klangintensiv. Tatsächlich, so sagte der Geiger einmal, sei Mozart ihm von Anfang an leicht gefallen. Schon als Zehnjähriger habe er das G-Dur-Konzert KV 216 spielen dürfen. Später nahm er alle fünf Violinkonzerte Mozarts für die EMI auf, sodass die neue Mozart-Edition nun eine Neuauflage in veränderten Lesarten darstellt.

Frank Peter Zimmermann – Violinkonzerte 2+5 / Sinfonia Concertante (hänssler Classic/Naxos) CD HC15042 // ab 11.03.2016 im Handel