Various // Verdi: Aida

0028948300754-0600px-frontMit Maestro Zubin Mehta hatte Andrea Bocelli bereits zur Jahrtausendwende eine Verdi-CD veröffentlicht, die alle Kenner der italienischen Oper nur so schwärmen ließ. Die „Aida“ an der Seite der umwerfend singenden Partnerinnen Kristin Lewis und Veronica Simeoni sowie dem Orchestra Del Maggio Musicale Fiorentino unter Mehtas Leitung ist nun ein echter Meilenstein in Bocellis Diskografie. So zart, so hinreißend verletzlich, aber auch so kraftvoll strahlend bekommt man die Arie „Celeste Aida“ nur selten zu hören. „Leidenschaft ist das Feuer, das das Leben entfacht“, sagte der blinde Tenor, der die Herzen bewegt, einmal im Interview. „Ohne Leidenschaft geht gar nichts, dann steht man nur in der Ecke.“ Die Kunst ist es nun aber ja, die Leidenschaft auch so deutlich werden zu lassen, dass sie sich ohne Verluste auf das Publikum überträgt, und sie genau dosiert. Gerade die Partie des Radames, der seine erfolgreiche Karriere als Feldherr der großen Liebe zur äthiopischen Königstochter Aida opfert, ist mehr als heikel. Schließlich geht es ja dauernd darum, die innere Gebrochenheit des Mannes und seine zwischen Pflicht und Hingabe schwankende Zerrissenheit darzustellen. Bocellis berührend zarte Töne und der unvergleichliche Schmelz seiner Stimme treffen die Seele unmittelbar. Eindrucksvoll agiert neben den großartig besetzten Solopartien auch der Coro del Maggio Musicale Fiorentino.

Various – Verdi: Aida – (Deutsche Grammophon/Universal Music) 2CD 4830075 // ab 22.07.2016 im Handel