Philippe Jaroussky // La storia di Orfeo

Bei der Eröffnung der Elbphilharmonie war der Auftritt des Countertenors Philippe Jaroussky ein gefeierter Höhepunkt. Von einer Empore herab sang der Residenzkünstler dort Emilio de’ Cavalieris Arie „Dalle piu alte sfere“ aus „La Pellegrina“. Nun widmet sich der Weltstar mit der Sopranistin Emöke Baráth und dem Ensemble I Barocchisti unter Leitung von Diego Fasolis auf seiner neuen CD „La storia di Orfeo“ dem antiken Mythos des Orpheus. Im März 2017 ist Jaroussky mit diesem Programm unter anderem in Versailles, Wien, Dortmund, Amsterdam und Zaragoza zu erleben. Das Projekt ist auch eine Hommage an Claudio Monteverdi, der dem Mythos in seiner 1607 uraufgeführten Oper „L’Orfeo“ wohl ein eindrucksvolles Denkmal gesetzt hat und dessen 450. Geburtstag am 9. Mai 2017 gedacht wird. Das Leid des zu Tode betrübten Orpheus, der seine geliebte Euridice verliert und sie durch Apollos Einsehen vielleicht doch noch aus der Unterwelt erretten kann, drückt Monteverdi in berührend sanften Klängen herzergreifend aus. „Ich möchte nicht mein ganzes Leben dieselben zwanzig Arien singen“, hat Jaroussky einmal im Interview gestanden, „und ich möchte mein Publikum auch überraschen und Risiken eingehen.“ Ganz diesem Motto folgend, besingt der Countertenor den Stoff dann auch in Ausschnitten aus der vierzig Jahre nach Monteverdi entstandenen Oper „L’Orfeo“ von Luigi Rossi und der 1672 uraufgeführten Opernversion Antonio Sartorios.

Erato/Warner Music CD 9029585190 // ab dem 10.03.2017 im Handel