Various // Telemann – The Collection

Georg Philipp Telemann war einmal Musikdirektor am traditionsreichen Johanneum sowie Kantor und Musikdirektor der fünf Hauptkirchen in Hamburg. Darüber hinaus war er ein gewiefter Theatermann. Er beherrschte Pointen, dramatische Steigerungen und die Kunst der Ironie nicht weniger eindrucksvoll als Georg Friedrich Händel, der ja auch mal in Hamburg gelebt hat. Klar, dass sich die Elbmetropole ihrem großen Bürger Telemann zu dessen 250. Todestag in diesem Jahr ebenso verpflichtet fühlt wie das Label Warner, das Telemanns immenses Schaffen nun mit einer „Telemann Collection“ auf 13 CDs würdigt. Telemanns Œuvre ist so groß, dass es immer noch Unentdecktes oder nicht Erschlossenes bei ihm zu finden gibt. Andere seiner Kompositionen wie etwa die Fantasien für Violine und Flöte sind Standardrepertoire für jeden Instrumentalisten. Auf dieser Compilation widmen sich Nikolaus Harnoncourt, der Concentus Musicus Wien, der Flötist Emmanuel Pahud, der Oboist Albrecht Mayer und der Trompeter Sergei Nakariakov ganz besonderen Telemann-Stücken. Zu echten Raritäten zählen das Apokalypse-Oratorium „Der Tag des Gerichts“, die Kantate „Ino“ und die Oper „Pimpinone“. Singen sei sowieso das Fundament zur Musik in allen Dingen, hat Telemann einmal gesagt. „Wer die Composition ergreifft, muss in seinen Sätzen singen. Wer auf Instrumenten spielt, muss des Singens kündig seyn.“

Warner Classics 13 CD 9029586013 // ab 10.03.2017 im Handel