Arcadi Volodos // Volodos Plays Brahms

Man kann es kaum glauben, dass bereits vier Jahre vergangen sind, seit der unvergleichliche russische Pianist Arcadi Volodos seine letzte Aufnahme veröffentlichte. Zuletzt waren es Klavierwerke von Frederic Mompou, die in Volodos’ einfühlsamer Interpretation den spanischen Komponisten und Pianisten in ein ganz neues Licht stellten. Aber auch das Liszt-Album von Volodos wurde wie sein Mompou-Album unmittelbar als Referenzaufnahme hochgelobt, denn dieser Pianist lässt lange reifen, was gut werden soll. Auch die Brahms-Werke´Acht Klavierstücke op. 79, die Drei Intermezzi op. 117 und die Sechs Klavierstücke op. 118 brachte Arcadi Volodos in etlichen Konzerten zur Aufführung, bevor er sich nun nach langer Aufnahmeabstinenz wieder in das Berliner Teldex-Studio begab und ein in jeder Hinsicht aufregendes Brahms-Album produzierte. Zu dem außergewöhnlichen Eindruck seines schwebendfeinen, aber auch energisch vollgriffigen Brahms-Klangbilds trägt aber auch die Tatsache bei, dass Volodos nur in sich geschlossene Fassungen akzeptiert. So lehnt er Schnitte seiner Aufnahmen ab und wiederholt die einzelnen Stücke auf dem von ihm so geliebten Steinway-Flügel so lange, bis er zufrieden ist. Die Musik soll fließen und aus einem Guss entstehen, denn jeder künstliche Schnitt würde das natürliche Atmen und die Emotionswellen nur stören. Brahms’ Klavierwerke zählen für Volodos seit jeher zum „Gipfel der Klavierkunst“.

Sony Classical CD 88875130192 // ab 07.04.2017 im Handel