Christiane Karg // Parfum

Die Sopranistin Christiane Karg ist nun einmal durch und durch eine Künstlerin. Selbst dann, wenn man sie zu ihren Hobbys befragt. „Wenn es ein Hobby gibt, für das ich neben der Musik schwärme“, sagt die Sängerin und Echo-Klassik-Preisträgerin des vergangenen Jahres, „dann sind es Gedichte.“  Poesie und Musik sind seit jeher untrennbar miteinander  verbunden, und sie setzen bei Komponisten auch viele tonmalerische Ideen frei. Die reinste und schönste Malerei in der Musik, so sagte selbst der Dichterfürst Goethe einmal, sei es doch, den Hörer in die Stimmung zu versetzen, welche das Gedicht angebe. Unter dem Albumtitel „Parfum“ von Christiane Karg und den phänomenalen Bamberger Symphonikern unter David Afkhams Leitung verbergen  sich  wundervolle  Vertonungen französischer Gedichte von Charles Baudelaire, Leconte de Lisle, Paul Verlaine, Tristan Klingsor und Victor Hugo vornehmlich von den großen Impressionisten Claude Debussy und Maurice Ravel. Aber auch Werke des 1950 gestorbenen Komponisten Charles Koechlin, der der Poesie der Dichtergruppe „Les Parnassiens“ nahe stand, oder Henri Duparcs sind darunter. „Selbst von Benjamin Britten habe ich vier französische Lieder gefunden“, berichtet Christiane Karg begeistert. Für Karg war bei der Auswahl der Texte ein Kriterium, wie stark die Wiedergabe von Erlebtem auch durch eine Fülle von Symbolen und sprachlichen Bildern zum Ausdruck gebracht wird.

Berlin Classics/Edel CD 0300832BC // ab 07.04.2017 im Handel