Paul McCreesh // Die Jahreszeiten 1801

Für den britischen Dirigenten Paul McCreesh ist Joseph Haydns letztes großes Oratorienwerk „Die Jahreszeiten“ ein Stück, in dem der zur Zeit der Entstehung 69-jährige Komponist in hohem Alter eine unglaubliche Schaffenskraft an den Tag legte. Dennoch war das zweite, weit weniger erfolgreiche Oratorium nach Texten Baron Gottfried van Swietens weit problematischer für Haydn als „Die Schöpfung“. Zwei Jahre lang arbeitete er immer wieder daran. Die Uraufführung fand 1801 in Wien statt. Van Swietens deutscher Text nun war eine freie Adaption von Teilen des englischen Versepos „The Seasons“ von James Thomson. Paul McCreesh entschied sich bei seiner Neuaufnahme der „Jahreszeiten“ mit dem Gabrieli Consort & Players und dem Wroclaw Baroque Orchestra, das Werk erstens in englischer Sprache und zweitens in einer Neufassung mit Blick auf die Orchesterbesetzung aufzunehmen.  Eigentlich ist das Werk ja mit einem spätklassischen Orchester  besetzt. Neben doppelt besetzten Holzbläsern und Streichern sind vier Waldhörner, zwei Trompeten, Posaune, Bassposaune, Pauken und Schlagwerk vertreten. In der Neuaufnahme nun erklingt das Werk mit neuem Aufführungsmaterial von Paul McCreesh. Es sind allein sechzigStreicher besetzt, acht Hornisten und ein 70-köpfiger Chor. Die Solopartien der Neueinspielung sind mit Carolyn Sampson, Jeremy Ovenden und Andrew Foster-Williams exklusiv besetzt.

Signum Classics/note 1 music 2CD SIGCD480 // ab 07.04.2017 im Handel