Diana Damrau // Meyerbeer: Grand Opera

Viele Opernfreunde werden sich noch an das legendäre Konzert von Diana Damrau im Palazzo Bru Zane in Rom im Jahr 2014 erinnern, wo die Sopranistin anlässlich des 150. Todestags von Giacomo Meyerbeer Arien seiner Opern präsentierte. Die Musik Meyerbeers hat Damrau nie losgelassen, sodass die Aufnahme von Arien aus seinen Grand opéras mit dem Choeur et l’Orchestre de l’Opéra de Lyon unter Emmanuel Villaunes Leitung eigentlich längst fällig war. Meyerbeer wird bis heute unterschätzt, denn seine oft plakativ und hochdramatisch gestalteten Opern waren, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ einmal schrieb, grenzüberschreitend. Meyerbeer, der in Mozarts Todesjahr in der Mark Brandenburg geboren wurde, als Nachfolger Gaspare Spontinis Generalmusikdirektor an der Berliner Oper wurde, dann aber in Paris seinen großen Durchbruch erlebte, war ein Kosmopolit mit großer Bildung und vielen Interessen. Vor allem aber wäre ohne ihn und seine Werke „Les Huguenots“ oder „L’Africaine“ die Entwicklung des jungen Richard Wagner undenkbar gewesen. Wagner schloss unter anderem mit dem „Tannhäuser“ unmittelbar an Meyerbeers Grand-opéra-Stil an. Mit ihrer aufregend agilen und farbenreichen Stimmkunst adelt Diana Damrau nun ihre Lieblingsarien aus Meyerbeers Opern, zum Beispiel aus „Les Huguenots“, „Dinorah ou Le pardon de Ploërmel“ und dem selten zu hörenden Frühwerk „Emma di Resburgo“ aus dem Jahr 1819.

Erato/Warner 0190295848996 // ab 05.05.2017 im Handel (Anm. d. Red.: verschoben auf den 19.05.2017)