Regula Mühlemann // Cleopatra

Kaum eine andere weibliche Figur der Antike eignet sich als Sujet einer dramatischen, tragischen Oper besser als die tapfere Ägypterin Cleopatra. Kühn setzte die letzte Herrscherin des Ptolemäerreiches von 51 bis 30 v. Chr. ihre Schönheit ein, um die römischen Machthaber im Interesse ihres bedrohten Landes zu manipulieren. Damit war sie lange erfolgreich, verlor am Ende aber doch. Es dürfte nur wenigen bekannt sein, dass es allein 80 Opernwerke gibt, die sich mit Cleopatra auseinandersetzen. Die Schweizer Sängerin Regula Mühlemann widmet nun ein ganzes Album Werken aus der Barockzeit, die von Cleopatra handeln. Im Zentrum stehen Georg Friedrich Händels „Giulio Cesare in Egitto“, Johann Adolf Hasses „Marc’Antonio e Cleopatra“ und Johann Matthesons „Die unglückselige Cleopatra“. Weniger bekannt sind „Giulio Cesare in Egitto“ von Antonio Sartorio und „Cleopatra e Cesare“ von Carl Heinrich Graun. Auch die Arie „Squarciami pure il seno“ aus Vivaldis „Il Tigrane“ hat Mühlemann eingesungen. In Matthesons Oper übrigens wird die gleiche Geschichte erzählt, die einst William Shakespeare in seinem Drama „Anthony and Cleopatra“ verwendet hatte. Antonius, der sich von Cleopatra bereits getrennt hatte, springt der Königin wieder zur Seite, weil der römische Kaiser Augustus ihr Land bedroht. Dessen List, selber um Cleopatra zu werben, treibt indes einen Keil zwischen Antonius und die Königin.

Sony Classical CD 88985407012 // ab 08.09.2017 im Handel