Matthias Höfs & Germann Brass // Telemann & Brass Heralds

Der in Lübeck geborene und heute an der Hamburger Musikhochschule lehrende Trompeter Matthias Höfs bewundert Georg Philipp Telemann gleich in mehrfacher Hinsicht. Dass dieser Komponist neben seinen Hamburger Aufgaben als Opernchef, als Musikdirektor der Hauptkirchen und als Kantor am Johanneum ein OEuvre von mehr als 3600 Werken hinterlassen konnte, ist phänomenal. In Höfs Augen gibt es zudem kaum einen anderen Komponisten des Barockzeitalters, der so vielschichtige und anspruchsvolle Literatur für die Trompete geschrieben hat wie Telemann. „Wir kennen die unglaublichen Trompetenpartien in Werken wie dem Weihnachtsoratorium, der H-Moll-Messe und dem ‚Messias’“, gibt Hofs zu bedenken, „doch weder Bach noch Händel haben der Trompete ein Solokonzert gewidmet. Mit großer Sorgfalt und edelstem Ton hat Höfs hier nun mit dem, wie er sagt, „Weltklasse-Ensemble“ Deutsche Kammerphilharmonie Bremen die beiden Trompetenkonzerte D-Dur TWV 43:D7 und TWV 51:D7 eingespielt. Ein Telemann-Werk, diesmal aber in einem genialen Arrangement, ist natürlich auch auf dem neuen Album „Brass Heralds“ von German Brass enthalten. Vorweihnachtliche Musik von Bachs „Ratswechsel“-Kantate oder der dorischen Toccata und Fuge bis hin zu Händels Suite in D-Dur oder Rameaus Ballettouvertüre „Les Fêtes de l‘Hymen et de l‘Amour“ erklingen hier in neuem Klanggewand.

Berlin Classics/Edel CD 0300996BC // ab 06.10.2017 im Handel

Berlin Classics/Edel 2CD // ab 13.10. im Handel