Albrecht Mayer // Tesori D’Italia

Der Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker und weltweit gefragte Oboenvirtuose Albrecht Mayer lässt keine Gelegenheit aus, Neues zu entdecken. In jeder Epoche ist er zu Hause, bringt zeitgenössische Oboenkonzerte wie etwa die „Aulodie“ von Peter Ruzicka zur Uraufführung oder gräbt in Archiven verborgene Schätze barocker Konzertliteratur für sein Instrument aus. Letzteres stand nun vor allem bei seinem aktuellen Album „Tesori d’Italia“ mit barocken, teilweise in Weltersteinspielungen veröffentlichten Oboenkonzerten von Giuseppe Sammartini, Antonio Vivaldi, Domenico Elmi und Giovanni Alberto Ristori im Mittelpunkt. Zusammen mit dem fantastischen Ensemble „I Musici di Roma“ wollte Mayer, wie er sagt, „einmal die echten Rockstars Italiens aus dem 18. Jahrhundert zusammen auf einem Album präsentieren.“ In Sammartini, einem der größten Oboisten seiner Zeit, oder Ristori, der in Dresden neben Johann Adolph Hasse Karriere machte, sieht Mayer auch Italiener, die „sich auf die Suche machten, um ihre Kunst in alle Welt zu tragen.“ Die drei eingespielten Sammartini-Konzerte stehen qualitativ Vivaldi und Händel in keiner Weise nach. Eine Überraschung ist überdies das Oboenkonzert a-Moll des kaum bekannten Venezianers Elmi. „Es hat so viel Spaß gemacht“, sagt Mayer, „die Geschichte dieser Werke zu ergründen. Sie waren in ganz Europa zu hören und trugen zum Lebensgefühl und zur kulturellen Vielfalt bei.“

Deutsche Grammophon/Universal Music CD 4797144 // ab 03.11.2017 im Handel