Daniel Hope // Journey To Mozart

Den Begriff des Reisens fasst der südafrikanischbritische Geiger Daniel Hope sehr weit. Sowie der Geist in Bewegung gerät, befindet man sich seiner Philosophie folgend von ganz allein in fernen Welten. Bei seiner neuesten Reise zu Mozart geht es Hope aber keineswegs nur um den Salzburger selbst, sondern um dessen Zeit und das persönliche Umfeld, das er pflegte. Hört man die hier vereinten Stücke von Mozarts Freunden und Bekannten Haydn, Gluck und Salomon und vor allem dem viel zu wenig bekannten böhmischen Komponisten Josef Mysliveček, dann gibt es viele Beziehungen zu Mozarts Musik zu entdecken. Mit dem von ihm selbst geleiteten Zürcher Kammerorchester stellt Hope eine von Olivier Fourés arrangierte Fassung des „Tanzes der seligen Geister“ aus Glucks „Orphée et Eurydice“ für Violine und Kammerorchester vor. Von Fourés stammt auch ein Arrangement von Mozarts Klaviersonatensatz „Alla turca“. In Haydns Violinkonzert G-Dur Hob. VIIa: 4 und einer Romanze des Komponisten und Impresarios Johann Peter Salomon kann man viele Parallelen zu Mozarts E-Dur-Konzert K. 261 erkennen. Eine Entdeckung ist das noch etwas barocker anmutende Konzert von Mysliveček, der sich bei der Vergabe eines Opernauftrags für seinen Freund Mozart eingesetzt hatte.

Deutsche Grammophon/Universal Music CD 4798376 // ab 09.02.2018 im Handel