Núria Rial & 8 Cellisten des Sinfonieorch. Basel // Vocalise

Die katalanische Sopranistin Núria Rial setzt mit ihrer CD „Vocalise“, begleitet von den acht Cellisten des Sinfonieorchesters Basel, einen überraschend neuen Akzent in ihrem Repertoire. Im Zentrum steht südamerikanische und spanische Musik aus dem 20. Jahrhundert. Besonders die ergreifende Aria (Cantilena) und den wilden Tanz Martelo aus Heitor Villa-Lobos Bachianas Brasileiras Nr. 5 präsentiert die Sängerin in neuem Licht. Lebendigkeit und Rhythmus sind typische Merkmale von Villa-Lobos’ Musik. Der bekannteste brasilianische Komponist liebte es ja, sich bei der Arbeit sogar von lärmend spielenden Kindern inspirieren zu lassen. Das Pulsieren seiner Musik und die tiefe Verwurzelung in der brasilianischen Folklore bringt Rial außerordentlich
zum Ausdruck. Ein extra für dieses Album ausgewähltes Solo für Sopran und acht Celli mit dem Titel „Voval Ice“ stammt von Rials 1973 geborenem Landsmann Bernat Vivancos. Rials Vokalparts werden von den vier Sätzen des Cello-Oktetts „Vier Jahreszeiten“ vom argentinischen Tango-König Astor Piazzolla unterbrochen. Das ist eine ungemein dramatische, direkte, zuweilen sogar mit Geräuschhaftem arbeitende Musik, die den acht Cellisten hörbar Spaß macht. Hörbar Spaß macht Núria Rial natürlich auch das katalanische Lied „El cant dels ocells“ („Der Gesang der Vögel“) in seinem ruhigen, andachtsvollen Duktus.

Sony Classical CD 88883754452 // ab 09.02.2018 im Handel