Ausgabe #55 Frühjahr 2018

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

„Intuition“, das neue Album von Cellist Gautier Capuçon, ist ein sehr persönliches Werk geworden. Alle darauf enthaltenen Stücke für Solo-Cello mit Klavier- oder Orchesterbegleitung hat er selbst ausgewählt. Diese musikalischen Stationen im Leben Capuçons machen die CD zu einer klangvollen Autobiografie. Es sei schon verraten: Capuçons musikalische „Intuition“ zeugt von Geschmack und künstlerischer Reife.

Der 100. Todestag des großen Klangzauberers und -poeten Claude Debussy am 25. März wird erwartungsgemäß von zahlreichen CD-Neuerscheinungen begleitet. Der mittlerweile 95 Jahre alte Pianist Menahem Pressler und die Klavierlegende Friedrich Gulda sind unter den Interpreten. Aber auch Debussy-Adaptionen der mit dem Jazz eng verbundenen ukrainischen Pianistin Marina Baranova sind dabei. Das Klavier und große Pianistenpersönlichkeiten spielen bei den Neuveröffentlichungen Anfang dieses Jahres sowieso eine nicht zu unterschätzende Rolle. Es gibt umfangreiche Boxen historischer Aufnahmen von Emil Gilels und Sviatoslav Richter sowie eine sehr persönlich geratene Neueinspielung zweier Beethoven-Klaviersonaten von Murray Perahia. Arthur und Lucas Jussen, die beiden neuen Stars der Klavierduo-Szene, widmen sich Saint-Saëns’ „Karneval der Tiere“, begleitet von Katja Riemann, welche die Textadaption Roger Willemsens rezitiert.

Große Verdi-Alben von Joseph Calleja und Sonya Yoncheva, eine CD von der schillernden Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili sowie eine Erinnerung an die Bach-Passionsaufnahmen Fritz Wunderlichs sind die vokalen Highlights. Last but not least geht der Geiger Daniel Hope auf eine spannende Reise zu Mozart und seinen Weggefährten.

 

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