Mehmet C. Yeşilçay & Pera Ensmble // Jerusalem

Zu Zeiten allergrößter Konflikte im Nahen Osten, der Uneinigkeit zwischen Palästinensern und Israelis und der immer gefährlicher werdenden Einmischung der Großmächte und Nachbarstaaten wirkt das Album „Jerusalem“ wie ein heilender Balsam für Geist und Ohr. Das von Mehmet C. Yeşilçay gegründete Pera Ensemble hat in Zusammenarbeit mit SWR 2 und dem Festival Heidelberger Frühling nun nach musikalischen Berührungspunkten der unterschiedlichen Kulturen geforscht, die historisch gesehen vielleicht weit mehr gemein haben, als ihnen heute bewusst ist. Jüdische Elemente, orientalische Klänge, aber auch Barockmusik, sephardische und türkische Musik sowie Stücke aus dem mittelalterlichen Spanien treffen auf diesem bewegenden Album aufeinander. Es geht dem Pera Ensemble darum, Brücken zu bauen. Die Stadt Jerusalem dient ihm dabei erklärtermaßen als ein Schmelztiegel von Kulturen und Religionen. Jerusalem ist aber auch ein Symbol als Stadt des Friedens trotz der Krisen und Konflikte im unmittelbaren Umfeld. Mithilfe des hebräischen Sängers Michal Elia Kamal, dem Sufi-Sänger İbrahim Suat Erbay, der Sopranistin Francesca Lombardi Mazzulli und dem Countertenor Filippo Mineccia gelingt eine musikalische Zeitreise, die von Walther von der Vogelweide über Yeuda & Ebu Bekir Aga, Antonio Caldara bis hin zu anonymen Autoren längst vergangener Zeiten reicht.

Glossa/note 1 music CD GCD 923515 // ab 27.04.2018 im Handel