Rolf Lislevand & Concerto Stella Matutina // Nuove Invenzioni

Es gibt ja bereits zahlreiche Arrangements von Klassikwerken für Jazz-Combos, zum Beispiel von Mussorgskys „Bildern einer Ausstellung“. Jazz aber in Kombination mit Barock- und Renaissancemusik, wie sie das Vorarlberger Ensemble Concerto Stella Matutina mit dem Lautenisten Rolf Lislevand eingespielt hat, ist ein Novum. Die Alte Musik bleibt in ihrem Grundcharakter erhalten, es werden nur, wie der Trompeter Bernhard Lambert es nennt, moderne Stilmittel darübergelegt. Da beginnen Stücke von Frescobaldi, Händel oder Foscarini plötzlich zu grooven, Fusion verbindet sich mit barocken Affekten, und moderne Trompeten oder Posaunen verleihen dem Klang einen Bigband-Charme. Unter den neu eingespielten Titeln ist auch das sphärische Klagelied „Por che llorax blanca nina“ in reiner Instrumentalfassung.

Sony Classical CD 19075827802 // ab 15.06.2018 im Handel