Joshua Bell & Academy of St Martin in the Fields // Bruch: Schottische Fantasie

Auch für einen Stargeiger wie Joshua Bell gibt es noch viele Stücke, die er bislang nicht aufgenommen hat. Max Bruchs aparte viersätzige Schottische Fantasie op. 46 für Violine und Orchester zählt dazu. Als Musikdirektor der Academy of St Martin in the Fields war es für Bell nun an der Zeit, die von ihm geliebte Fantasie vorzulegen. Und weil es sich dabei geradezu anbot, auch gleich den ungeschlagenen Hit des Romantikers, das Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26, noch einmal neu einzuspielen, tat Bell dies auch mit großer Freude. Das Violinkonzert hatte Joshua Bell bereits im Alter von elf Jahren lernen müssen. Es war das erste große Violinkonzert in seinem Repertoire, und Bell hält es bis heute für eines der „verführerischsten Violinkonzerte“ überhaupt. „Es ist ein riesiger Publikumsliebling, weil es so reich und üppig ist. Es hat Aufregung, Kraft, Leidenschaft und Intimität – es hat alles!“ Zur Schottischen Fantasie op. 46 nun hat Bell aber auch deshalb eine so große Beziehung, weil sein Ur- und Ururgroßvater aus Schottland stammten und das Werk viel von der Folklore der Schotten transportiert. „Die Fantasie strotzt nur so vor Anlehnungen an schottische Volkslieder, und sie ist ein einzigartiges ‚Konzert‘, das nicht der traditionellen dreisätzigen Form folgt. Jeder seiner vier Sätze erzählt eine Geschichte.“

Sony Classical CD 19075842002 // ab 22.06.2018 im Handel