Valer Sabadus & Concerto Köln // Caro gemello – Farinelli and Metastasio

Der Countertenor Valer Sabadus begibt sich auf die Spuren einer musikhistorisch bedeutsamen Männerfreundschaft. „Caro gemello“, lieber Zwilling, pflegten sich der weltberühmte Kastrat Farinelli alias Carlo Broschi und der nicht minder berühmte Librettist Pietro Metastasio gegenseitig anzusprechen. In einem Farinelli gewidmeten Sonett schwärmte Metastasio einmal: „Ich liebe dich so, wie Farinelli es verdient, geliebt zu werden.“

Die Freundschaft der Männer reicht weit an den Beginn der Laufbahnen von Farinelli und Metastasio zurück. 1720 war Farinelli gerade mal 15 Jahre alt und Schüler des damals überaus populären Nicola Porpora. Bei dessen von Metastasio getexteter Serenata „Angelica e Medoro“, wo er die Rolle des Hirten Tirsi sang, feierte Farinelli erste Triumphe. Metastasio, der die Rechtsanwaltslaufbahn eingeschlagen hatte und trotzdem rauf und runter Libretti verfasste, fühlte sich zu Farinelli hingezogen. Die Wege beider Künstler trennten sich zwar, ihr Kontakt aber sollte jahrzehntelang nicht abreißen. Begleitet vom Concerto Köln singt Sabadus von Metastasio getextete Arien aus Johann Adolf Hasses „Ruggiero“, Nicola Confortos „Nitteti“, Antonio Caldaras „La morte d’Abel“ und besagter Serenade „Angelica e Medoro“ von Nicola Porpora. Aufgenommen hat Sabadus auch die Arien „Adriano in Siria“, bei der Metastasios Textautorschaft nicht gesichert, aber sehr wahrscheinlich ist.

Sony Classical CD 88985305382 // ab 12.10.2018 im Handel, im Rahmen der Plattenladenwoche auch als signierte Ausgabe (solange Vorrat)