Daniil Trifonov // Destination Rachmaninov: Departure

Rachmaninow ist aus dem Leben des russischen Pianisten Daniil Trifonov überhaupt nicht wegzudenken. Lange bevor seine Karriere begann, war der jugendliche Trifonov schon fasziniert von der Kunst seines Landsmanns. Er erwarb jede nur verfügbare Aufnahme von Rachmaninows Werken und holte sich Inspirationen in vielfacher Hinsicht sowohl mit Blick auf technische Fragen des Klavierspiels als auch auf den Umgang des Komponisten mit der Tradition.

Dass Trifonov nun, begleitet vom Philadelphia Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin, die Gesamteinspielung der Klavierkonzerte Rachmaninows mit den Konzerten Nr. 2 und 4 beginnt und diesen Werken Bach-Transkriptionen des Meisters gegenüberstellt, ist Ausdruck dieser tiefen Verbindung zum Komponisten. In der Transkription der Partita für Violine solo von Rachmaninow erkennt Trifonov viele Anlehnungen an die Polyphonie des 2. Klavierkonzerts von Rachmaninow. „Rachmaninows Bach-Transkriptionen sind brillant“, findet Trifonov. „Und sie sind in einer gewissen Art auch sehr humorvoll.“ Tatsächlich verlässt Rachmaninow ja nicht die Grundstruktur der Originalvorlage, baut aber kleine, mit überkreuzten Händen zu spielende Akzente ein, die die Klavierfassungen sehr speziell machen.

Die Aufnahmen des 1. und 3. Klavierkonzerts von Rachmaninow mit Trifonov als Solisten folgen im Herbst 2019.

Deutsche Grammophon/Universal Music CD 4835335 // ab 12.10.2018 im Handel