Dennis Russell Davies // Philip Glass Sinfonie 11

Dem amerikanischen Kult-Minimalisten Philip Glass ist etwas gelungen, was weder Beethoven noch Bruckner noch Mahler geschafft haben. Er hat nicht nur neun, sondern schon elf Sinfonien in seinem Werkkatalog. Im Interview mit der Zeitung „The Guardian“ gestand der Komponist so vieler Hits der amerikanischen Moderne, darunter auch etliche Filmmusiken und Opern, die Leute wollten ihm oft nicht glauben, dass er auch Sinfonien schreibe.

Das jüngste Werk, die Symphony No. 11, nun wurde erst am 31. Januar 2017 in der New Yorker Carnegie Hall anlässlich seines 80. Geburtstags uraufgeführt. In Auftrag gegeben war das Werk damals vom Bruckner Orchester Linz, dem Istanbul Music Festival und dem Queensland Symphony Orchestra. Die Ehre der Uraufführung hatten aber das Bruckner Orchester Linz und der Maestro Dennis Russell Davies. Sie kennen den Komponisten und seine Orchesterwerke seit langer Zeit und haben viele seiner Sinfonien, immer im Gespräch und im Austausch mit dem Komponisten, eingespielt. Das enge Verhältnis zwischen Interpreten und Komponisten war dabei oftmals auch Ausgangspunkt und Inspirationsquelle für die Werkentstehung überhaupt. Russell Davies, der 2007 in Dresden auch einmal Alfred Schnittes Sinfonie Nr. 9 posthum uraufgeführt hat, ist ein Spezialist für die Moderne. Die sich wiederholenden Muster und Rhythmen von Glass’ Musik und die ausdrücklich lyrische Prägung der 11. Sinfonie bringt er ganz außerordentlich zur Geltung.

Orange Mou/note 1 music CD OMM0133 // ab 09.11.2018 im Handel