Rudolf Kempe & Semperoper Dresden // Daphne

Zu Unrecht haben es die späten Strauss-Opern in der Publikumsgunst etwas schwerer. Wer aber Gottlob Frick und Helena Rott in dieser 1950 entstandenen Live-Aufnahme einer „Daphne“-Premiere in Dresden unter Rudolf Kempes Leitung hört, wird dieses Kleinod aus dem Jahr 1938 umso mehr lieben.

Die naturverbundene Daphne, die von einem Flussgott und der göttlichen Gaea abstammt, hält ihren in sie verliebten Jugendgefährten Leukippos auf Distanz. Da erscheint der als Rinderhirt verkleidete Gott Apollo und sorgt für Verwirrung. Am Ende verwandelt sich Daphne in einen immergrünen Baum. Mit blitzenden und elegischen Elementen verabschiedet sie sich in einem der schönsten Opernepiloge von Strauss und ist schließlich nur noch mit wortlosen Vokalisen zu vernehmen.

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