Philippe Jaroussky // Ombra mai fu

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Bei den Arien des Venezianers Francesco Cavalli (1602-1676) geraten die größten Sängerinnen und Sänger dieser Welt ins Schwärmen. Cecilia Bartoli liebt den Schüler des großen Claudio Monteverdi ebenso innig wie der Star-Countertenor Philippe Jaroussky, der allein 37 Opern des italienischen Frühbarock-Komponisten studiert und viele Arien daraus in sein Repertoire aufgenommen hat.

Für sein neues Album „Ombra mai fu“, bei dem ihn auch die Altistin Marie-Nicole Lemieux und die Sopranistin Emöke Baráth unterstützen, hat er seine Lieblingsstücke ausgewählt. Darunter sind aber nicht nur oft gehörte Klassiker aus „Xerxes“ mit seinem Klassikhit „Ombra mai fu“ oder aus „Calisto“, sondern auch Arien aus weniger bekannten Cavalli-Stücken wie „Eliogabalo“, „Ercole Amante“, „La virtù dei strali d’amore“ oder „Doriclea“. Alles Stücke, die in den frühen Opernhäusern der Lagunenstadt auch zu Zeiten des venezianischen Karnevals Begeisterungsstürme ausgelöst hatten, später aber doch in Vergessenheit gerieten. „Der Reichtum und die Modernität von Cavallis Werken ist wirklich bemerkenswert“, findet Jaroussky. Eine solche Bandbreite an schier grenzenloser Fantasie, Humor und Emotion ist in den Opern seiner Zeit sonst nicht zu finden.“ Highlights sind die ins Komische reichende „Calisto“-Arie „Ninfa bella“, die Jaroussky mit der Kanadierin Lemieux so hinreißend interpretiert, sowie die Liebesduette mit Baráth.

Erato/Warner Music CD 9029551819 / LP 9029550384 // ab 08.03.2019 im Handel