Hélène Grimaud // The Messenger

KLASSIK-KONZERT „Ich habe mich immer dafür interessiert, Werke so zusammenzustellen, wie man es nicht erwartet, weil ich das Gefühl habe, dass Stücke ein besonderes Licht aufeinander werfen“, sagt die Pianistin Hélène Grimaud, die auf ihrem neuen Album ‚The Messenger‘ Mozarts unvollendete Fantasie KV 397, das berühmte Klavierkonzert KV 466 und seine Fantasie KV 475 in ein Zwiegespräch mit dem ukrainischen Pianisten und Komponisten Valentin Silvestrov schickt. Die Aufnahme, eingespielt mit der Camerata Salzburg, entstand Anfang des Jahres an einem Ort, an dem Mozart selbst gewirkt hatte, in der Großen Universitätsaula in Salzburg. Die Stücke erklingen in der Reihenfolge ihrer Komposition, wobei sich die dramatische Komplexität steigert. Diese Stücke werden den Kompositionen von Silvestrov gegenübergestellt. In ‚The Messenger‘, das für diese Aufnahme sowohl in der Fassung für Streichorchester und Klavier als auch in der für Klaviersolo eingespielt wurde, werden Mozart‘sche Motive frei assoziiert. Es stellt wie ein Bote eine Verbindung zwischen der Welt, die einst existierte, und der Gegenwart her. „Während Silvestrov Vergangenes im Heute bewahrt“, so Grimaud, „lässt Mozart bereits die Zukunft erahnen.“

 

Hélène Grimaud – The Messenger (Deutsche Grammophon/Universal) 2LP 028948382583 / CD 028948378531 // ab 2.10. im Handel