Alexander Krichel // An die ferne Geliebte

Ohne die Liebe, sowohl die erfüllte als auch die enttäuschte, wäre die Musikgeschichte um einiges ärmer. Nicht immer kennt man die musikalisch Angehimmelten auch namentlich, oft aber lassen sie sich aus den Biografien der Autoren dann doch erahnen. Weiterlesen ›

Luisa Imorde // L’Affaire d’honneur

Wenn zwei sich streiten oder stritten, wie 1798 einmal der 28-jährige Beethoven und sein 25-jähriger Klavierkonkurrent Johann Joseph Baptist Woelfl in einem Wettkampf im Wiener Palais des Barons zu Plankenstern, dann freut sich ein Dritter. Weiterlesen ›

François-Xavier Roth & Les Siècles // Berlioz

Der Dirigent François-Xavier Roth ist ebenso ein Spezialist für die Moderne wie für die historische Aufführungspraxis. Bis 2016 hat er das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg geleitet, jenes Orchester also, das die Avantgardemusik zu seinem Schwerpunkt erklärt und etliche Uraufführungen realisiert hat. Nun veröffentlicht Roth mit dem 2003 von ihm gegründeten französischen Ensemble „Les Siècles“, das auf historischen Instrumenten spielt, eine Berlioz-Aufnahme zum 150. Todesjahr des revolutionären Romantikers, Musikschriftstellers und -theoretikers. Weiterlesen ›

Ausgabe #60 Frühjahr 2019

Liebe Leserin, lieber Leser, die CD-Neuerscheinungen zu Beginn des Jahres 2019 sind in vielen Fällen aus sehr persönlichen Motiven der Interpreten heraus entstanden. Angefangen bei der bewundernswerten Sopranistin Simone Kermes, deren Karriere so eng mit dem großen Georg Friedrich Händel verknüpft ist. Ihrem „liebsten Begleiter“ widmet die Sängerin nun ihr neues Sony-Classical-Album mit dem Titel „Mio caro Händel“, das sich wie eine klingende Biografie der Interpretin liest und anhört. Schließlich gibt es zu jeder einzelnen Arie dieses Albums eine Geschichte aus Kermes’ Leben zu erzählen. Ein „persönliches“ Album hat auch der Tasten-Weltstar Lang Lang für die Deutsche Grammophon mit seinem „Piano Book“ eingespielt. Es ist das erste Soloalbum des Stars seit drei Jahren und enthält Werke, die Lang Lang, wie er selbst sagt, überhaupt erst für die Pianistenkarriere erwärmt haben. Weiterlesen ›

Gautier Capuçon // Schumann

Mit Martha Argerich zu spielen, sei wie ein Geschenk des Himmels, schwärmt Gautier Capuçon. Drei Werke für Violoncello und Klavier und die Fantasiestücke op. 88 für Klaviertrio, wo auch Gautiers Bruder Renaud mitwirkt, hat der Cellist beim „Progretto Martha Argerich“ in Lugano mit der Pianistin aufgenommen. Weiterlesen ›

Arianna Savall // Silent Night

Im sonst so bekannten Repertoire der Advents- und Weihnachtsmusik stellt das Programm der neuen CD „Silent Night“ der deutschen harmonia mundi schon etwas ganz Spezielles dar. Mit der Harfenistin Arianna Savall und dem von ihr 2009 gegründeten Spezialistenensemble für Alte Musik Hirundo Maris sowie dem norwegischen Tenor und Bratscher Peter Umland Johansen tauchen wir ein in eine magische Welt der mediterranen und nordischen Musik vom Mittelalter bis zum Barock. Weiterlesen ›

Daniel Behle // Meine schönsten Weihnachtslieder

Unter den traditionellen Weihnachtsliedern hat ja jeder so seine Lieblinge. Der eine lässt sich von Michael Praetorius’ „Es ist ein Ros entsprungen“ in die Zeit der Renaissance versetzen, der andere liebt das im Alpenländischen entstandene „Stille Nacht, heilige Nacht“. All diese Lieder haben uns in die Gegenwart begleitet, wir spielen mit ihnen und sie regen uns an, unsere Fantasie schweifen zu lassen. Das tut nun auch der Tenor Daniel Behle mit dem Oliver Schnyder Trio & Friends auf seinem Album „Meine schönsten Weihnachtslieder“. Weiterlesen ›

Riccardo Minasi & Kammerorchester Basel // Il verbo in carne

Der Barockkomponist Nicola Porpora ist uns bislang vor allem mit seinen außergewöhnlichen Opern ins Bewusstsein getreten und in Erinnerung geblieben. Dass er auch ein Weihnachtsoratorium mit dem Titel „Il verbo in carne“ („Das fleischgewordene Wort“) geschrieben hat, stand bis zu dessen Wiederentdeckung nicht im Fokus der Porpora-Wahrnehmung. Weiterlesen ›

Suzi Digby & Ora Singers // The Mystery Of Christmas

Die Geburt Christi ist über Jahrhunderte hinweg eine Inspirationsquelle für Komponisten unterschiedlichster Provenienzen geblieben. Von den Weihnachtsoratorien Bachs oder Saint-Saëns einmal ganz abgesehen, verfügen wir über ein diesem Thema gewidmetes Liedrepertoire von der frühesten Renaissance über die Romantik bis in die Gegenwartsmusik hinein. Zu den Klassikern gehören Vertonungen des vierten Responsoriums aus der Matutin an Weihnachten In Navitate Domini mit dem Titel „O Magnum Mysterium“. Weiterlesen ›