Friedrich Gulda // Bach – The Mono Tapes

1981 hatte Friedrich Gulda in München eine überaus unterhaltsame Einführung in das Wesen des historischen Instruments Clavichord gegeben. Damals erklärte er, dass dieses im 18. Jahrhundert äußerst beliebte, üblicherweise im Hausgebrauch benutzte Tasteninstrument für öffentliche Konzerte wegen seiner stark begrenzten Lautstärke eher ungeeignet sei. Eine Sensation ist nun die Veröffentlichung privater, hervorragend restaurierter Bandaufnahmen von Bach-Werken mit dem großen Pionier der Klaviermusik am Clavichord, die wir eher einem Zufall zu verdanken haben. Weiterlesen ›

Spark // On The Dancefloor

Dancefloor Music mit klassischen Instrumenten wie einem Flügel, Solostreichern und Blockflöte ist schon etwas Besonderes. Das Ensemble Spark hat es in dieser Sparte zu einer enormen Perfektion gebracht und zeigt, dass nicht nur die Avantgardekomponisten eine Beziehung zu elektronischen Sounds und neuen Stilen aufbauen können. Die mit einem ECHO Klassik prämierte Band versucht auf ihrem neuen Album „On The Dancefloor“ Avantgarde und Wiener Klassik miteinander zu verbinden. Weiterlesen ›

Helmuth Rilling // Glückwünsche zum 85. Geburtstag

Das Schaffen des 1933 geborenen Kirchenmusikers Helmuth Rilling ist so vielfältig, dass die einzelnen Projekte wie Puzzleteile eines gigantischen Gemäldes wirken. Der Mittelpunkt dieses „Klangbildes“ ist für den Kirchenmusiker, Dirigenten und Musikpädagogen Rilling der Komponist Johann Sebastian Bach. Ihm widmete er zwischen 1970 und 1985 bereits Schallplatteneinspielungen aller geistlichen Kantaten, die bei Hänssler erschienen sind und für die er 1985 einen Grand Prix du Disque erhielt. Weiterlesen ›

Thomas Quasthoff // Nice ‘N’ Easy

Erst im Januar 2018 hat die NDR Bigband mit dem vom Jazz so begeisterten Bassbariton Thomas Quasthoff diese Arrangements berühmter Jazzstandards aufgenommen. Das Hamburger Rolf-Liebermann-Studio des Senders bot als Heimatadresse der NDR Bigband für diese Aufnahme idealste Bedingungen. Und atmosphärisch funkte es nur so zwischen dem Bariton und den Musikern. Weiterlesen ›

Annika Treutler // Johannes Brahms

Die 1990 geborene Pianistin Annika Treutler wurde von Matthias Kirschnereit und Bernd Goetzke an den Musikhochschulen Rostock und Hannover ausgebildet, erhielt 2014 den dritten Preis bei der Montreal Music Competition und war Semifinalistin beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Zu ihren künstlerischen Partnern gehörte unter anderem Kit Armstrong, mit dem sie auch Werke für zwei Klaviere des diesjährigen Jubilars Claude Debussy gespielt hat. Weiterlesen ›

Jakob Spahn, Stephan Frucht, Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters // Tschaikowsky & Gulda

Seit 2011 ist der in Berlin geborene Jakob Spahn Solocellist im Bayerischen Staatsorchester. Er war bereits Preisträger des ARD-Wettbewerbs München und Stipendiat der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und legt hier, unterstützt von der Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters unter Stephan Fruchts Leitung, eine Aufnahme des Konzerts für Cello und Bläserensemble vom Pianisten Friedrich Gulda vor. Weiterlesen ›

Schumann Quartett & Anna Lucia Richter // Intermezzo

Wohlverdient hatte das für seine Frische und Brillanz gelobte Schumann Quartett für sein Album „Landscapes“ den Preis der deutschen Schallplattenkritik erhalten. Nun erscheint das Folgealbum mit dem Streichquartett Nr. 1 von Robert Schumann, das durch seine kantable Melodik für Schumann einen Durchbruch in dieser Gattung markierte und seinen Zyklus charakterisieren sollte. Weiterlesen ›

Philippe Jaroussky & I Barocchisti // Gluck: Orfeo ed Euridice

Das Orfeo-Thema lässt den Countertenor Philippe Jaroussky einfach nicht los. Erst im vergangenen Jahr hatte er mit dem Album „La storia di Orfeo“ und den frühen Vertonungen des Mythos durch Claudio Monteverdi, Luigi Rossi und Antonio Sartorio einen Riesenerfolg gelandet. Damals sagte er: „Es war mein Traum, auch das Umfeld dieser Oper zum Klingen zu bringen.“ Und in der Tat hat der Orfeo-Mythos ja in zahllosen Beispielen Musikgeschichte geschrieben. Weiterlesen ›

Jonas Kaufmann & Orchestra of the Royal Opera House // Verdi: Otello

Vor dieser Rolle fürchten sich fast alle Tenöre dieser Welt. Keine Furcht, wohl aber Respekt hatte auch der Weltstar Jonas Kaufmann, die Titelrolle in Verdis „Otello“ zu singen. Sie erfordert Kraft, eine unglaubliche Breite des Ausdrucks und Wandlungsfähigkeit. Kaufmann brachte all diese Voraussetzungen für seinen gefeierten Auftritt am Londoner Royal Opera House Covent Garden im Juni des vergangenen Jahres mit. Weiterlesen ›