Martin Stadtfeld // Homage to Bach

Martin Stadtfeld gilt zu Recht als einer der bedeutendsten Bach-Interpreten der Gegenwart. Seine präzisen Phrasierungen, die ausgewogene Anschlagskultur und die Intensität seines Ausdrucks machen seine konzentrierten und immer wieder hinterfragten und optimierten Bach-Interpretationen zu einem Erlebnis. Stadtfeld aber geht noch weiter in seiner Begeisterung für diesen Komponisten. Weiterlesen ›

Daniil Trifonov // Destination Rachmaninov: Departure

Rachmaninow ist aus dem Leben des russischen Pianisten Daniil Trifonov überhaupt nicht wegzudenken. Lange bevor seine Karriere begann, war der jugendliche Trifonov schon fasziniert von der Kunst seines Landsmanns. Er erwarb jede nur verfügbare Aufnahme von Rachmaninows Werken und holte sich Inspirationen in vielfacher Hinsicht sowohl mit Blick auf technische Fragen des Klavierspiels als auch auf den Umgang des Komponisten mit der Tradition. Weiterlesen ›

Valer Sabadus & Concerto Köln // Caro gemello – Farinelli and Metastasio

Der Countertenor Valer Sabadus begibt sich auf die Spuren einer musikhistorisch bedeutsamen Männerfreundschaft. „Caro gemello“, lieber Zwilling, pflegten sich der weltberühmte Kastrat Farinelli alias Carlo Broschi und der nicht minder berühmte Librettist Pietro Metastasio gegenseitig anzusprechen. In einem Farinelli gewidmeten Sonett schwärmte Metastasio einmal: „Ich liebe dich so, wie Farinelli es verdient, geliebt zu werden.“ Weiterlesen ›

Alexandre Tharaud // Beethoven Sonatas

Für Alexandre Tharaud wäre jede Art von Festlegung auf ein bestimmtes Repertoire oder gar auf bestimmte Komponisten nur eine Belastung. Der Feingeist unter den französischen Pianisten liebte von Beginn an die Vielfalt. Rameau, Scarlatti und Bach hatte er in den Fokus genommen, bevor er einen Ausflug zu Chopin und sogar zur Klaviermusik der 1920er-Jahre machte.  Weiterlesen ›

DG 120 – Die Ltd. Editions zum Jubiläum

Als das älteste und berühmteste Klassiklabel der Welt 1898 gegründet wurde, waren Antonin Dvorák 57, Gustav Mahler 38 und Richard Strauss gerade mal 34 Jahre alt. Alles hatte in Hannover begonnen, wo die Deutsche Grammophon Gesellschaft am 6. Dezember 1898 von dem deutsch-amerikanischen Unternehmer Emil Berliner und seinem Bruder Josef ins Leben gerufen wurde. Mithilfe ihrer Tonträger für das damals hochmoderne Wiedergabegerät Grammophon eroberten die Brüder den europäischen Markt. Ihre DG kam unter die Fittiche der in England beheimateten Gesellschaft Hayes und veröffentlichte ein außerordentliches Programm exklusivster Aufnahmen. Eigentlich gibt es in diesem Jahr zwei Jubiläen zu feiern, denn nachdem die Deutsche Grammophon 1972 mit der aus ihr hervorgegangenen PolyGram weitere gigantische Marktanteile erschloss, ging sie 1998, also vor zwanzig Jahren, in die Universal Music Group über. Weiterlesen ›

Igor Levit // Life

Der 1987 geborene Russe Igor Levit ist eine Ausnahmeerscheinung unter den Pianisten der Weltspitze. Viel gehörten Werken des Klavierrepertoires verleiht er mit individuellen Lesarten neue Pulsschläge. Selbst ein Werk wie Ferruccio Busonis Fantasie nach Bach BV 253 erhält bei ihm hinreißend weiche Konturen, eine helle Klangfarbe und eine schwebende Leichtigkeit. Weiterlesen ›

Elsa Dreisig // Miroirs

Dass sich eine Sängerin in den von ihr dargestellten Figuren widerspiegelt und mit ihnen verschmilzt, ist der Idealfall einer guten Opernbesetzung. Die französisch-dänische Sopranistin Elsa Dreisig, der neue Stern am Sopranistinnen-Firmament, ist eine Meisterin dieser Kunst. Sie interpretiert den Begriff des Spiegels aber noch viel weiter. Weiterlesen ›

Christina Pluhar // Himmelsmusik

Jedes Kunstwerk entstehe technisch so, wie der Kosmos entstand, sagte der russische Maler und Theoretiker Wassily Kandinsky einmal. Nämlich durch Katastrophen, die aus dem chaotischen Gebrüll der Instrumente zum Schluss eine Sinfonie bildeten, die Sphärenmusik heiße. Die mathematischen Regeln der Musik unterstützen diesen Vergleich und, blickt man zurück in die Zeit der Alten Musik, dann galt die Musik von jeher als klingendes Abbild der Himmelserscheinungen und Bewegungen der Gestirne. Weiterlesen ›

Bernhard Haitink & Staatskapelle Dresden

Die großen Sammlungen des Labels Profil Edition Günter Hänssler wie die Semperoper-Edition und vor allem die Edition Staatskapelle Dresden fokussieren bestimmte Teile des Klassikmarktes messerscharf. Mit der Staatskapelle Dresden hat der niederländische Stardirigent Bernhard Haitink unglaubliche Konzerte produziert, die hier auf sechs CDs in Aufnahmen aus den Jahren 1995 bis 2002 imposante Eindrücke verleihen. Weiterlesen ›