Gregory Porter // All Rise

Wie man sein Herz auf der Zunge trägt VOCAL JAZZ/BLUES/SOUL Beinahe vier Jahre sind vergangen, seit eine der schönsten, samtigsten Baritonstimmen des zeitgenössischen Jazz mit ‚Take Me To The Alley‘ ihr letztes Album mit frischem Eigenmaterial herausgebracht hat. Nun meldet sich Gregory Porter mit seinem neuen, sechsten Studiowerk ‚All Rise‘ zurück. Gregory Porters Markenzeichen, eine dunkle Ballonmütze über einem Schlauchschal, der bis auf sein Gesicht den Kopf verhüllt, bedeutet nicht, dass er sich vor irgendetwas verstecken muss.  Weiterlesen ›

Kamaal Williams // Wu Hen

JAZZ/HOUSE/FUNK Jazz-Visionär Kamaal Williams veröffentlicht sein neues Album ‚Wu Hen‘. In den Vordergrund stellt er den Groove und wechselt zwischen Jazz, Funk, Rap und R&B, was die raue, beatlastige Attitüde von Grime, Jungle, House und Garage verstärkt. Kamaal beschreibt diese Fusion als Wu Funk. Der Albumtitel ist der Spitzname, den ihm seine Großmutter als Kind gegeben hatte. Die taiwanesische Seite seiner Familie stammt ursprünglich aus der Wu-Dynastie und der Name Wu wird mit „Tor zum Himmel“ übersetzt. Auf ‚Wu Hen‘ verfolgt er den Weg seiner Abstammungslinie bis hin zu seiner heutigen spirituellen Mission, die sich im wolkenartigen Cover wiederfindet. Zu den neuen Musikern gehören Drummer Greg Paul, Bassist Rick Leon James, Saxofonist Quinn Mason und Gastharfenistin Alina Bzhezhinska. Vom Multitalent Miguel Atwood-Ferguson werden die Streicher beigesteuert, die an den klassischen David Axelrod erinnern. Aber auch Gastbeiträge vom Kult-Rapper Mach-Hommy und der R&B-Künstlerin Lauren Faith sind mit an Bord. Bei den Aufnahmen entstand etwas ganz Besonderes zwischen den Musikern. Jeder Klang, Schlag, jede Note klingt perfekt platziert, trotz Sorgfalt und jahrelanger Erfahrung fühlt es sich ganz leicht an.   Kamaal Williams – Wu Hen (BLACK FOCUS/rough trade) LP 5060384618692 / CD 5060384618722 // ab 24.7. im Handel

Lianne La Havas // Lianne La Havas

SOUL/JAZZ „Ich bin jetzt eine erwachsene Frau, daher bin ich weniger schüchtern und zaghaft, wenn es darum geht, bestimmte Dinge zu sagen“, so die Sängerin, Songwriterin, Gitarristin und Pianistin Lianne La Havas. Mit ihrem selbstbetitelten Album, dem insgesamt dritten und Nachfolger des vielgepriesenen, Grammy-nominierten Albums ‚Blood‘, zeigt sich die Britin von einer bewegenden und sinnlichen Seite. „Dies ist das erste selbstproduzierte Album mit meiner Band. Ich habe für alles meinen eigenen Weg – sämtliche Entscheidungen, die man auf dem Album hört, waren meine“, erklärt sie. In Songs wie „Bittersweet“ oder „Paper Thin“ kämpft sie für das süße Gefühl der Liebe und lässt sich soundtechnisch dabei nicht limitieren. Die Studioversion ihres Radiohead-Covers von „Weird Fishes“, das die Sängerin bereits im vergangenen Jahr auf dem Glastonbury Festival sang, war für sie ein wunderbares Erlebnis und der Moment, in dem sie entschied: Der Rest des Albums muss genauso sein. Sommerlich sind die Sounds, die getränkt sind vom Brasil-Pop eines Milton Nascimento, von Soul, R&B, Jazz und Folk im Stil einer Joni Mitchell. ‚Lianne La Havas‘ ist ein Album, das sexy, absolut authentisch und einzigartig ist.   Lianne La Havas – Lianne La Havas (Warner) LP 190295265014 / CD 190295254889 // ab 17.7. im Handel

Josuha Redman, Brad Mehldau, Christian McBride & Brian Blade // RoundAgain

JAZZ-QUARTETT ‚MoodSwing‘, das 1994 erschienene Album von Joshua Redmans erstem, aber kurzbeständigem Quartett enthielt bemerkenswerte Stücke von vier talentierten Musikern, die sich schnell als führende Kreativkräfte etablierten. Nach 26 Jahren sind die Mitglieder des Joshua Redman Quartetts, Saxofonist Redman, Pianist Brad Mehldau, Bassist Christian McBride und Drummer Brian Blade, wieder vereint. Weiterlesen ›

Mulatu Astatke & Black Jesus Experience // To Know Without Knowing

ETHIO-JAZZ Bereits 2009 trafen Mulatu Astatke und Black Jesus Experience in Addis Abeba zusammen. Seit diesem Zeitpunkt besteht eine große musikalische und freundschaftliche Verbindung zwischen den Musikern. Mulatu Astatke ist der Vater des Ethio-Jazz und einer der einflussreichsten und beständigsten Musikern Afrikas. Black Jesus Experience sind eine australische zwölfköpfige multikulturelle Global-Funk-Band. Weiterlesen ›

Maceo Parker // Soul Food-Cooking With Maceo

BLACK/SOUL/BLUES Er prägt die Jazz- und Funk-Szene seit 1960 und spielte mit Legenden wie James Brown, Prince oder Ray Charles. Heute zählt Maceo Parker zu den überzeugendsten Musikern der Szene. Vom Ausruhen ist der 77-jährige Saxofonist noch weit entfernt. Jetzt lädt er mit seinem neuen Album zum musikalischen Dinner ein. ‚Soul Food-Cooking With Maceo‘ ist eine Verbindung zwischen rohem Old-School-Funk und Aromen der New-Orleans-Musikschule. Weiterlesen ›

Derrick Hodge // Color Of Noize

JAZZ/HIPHOP Bereits auf Grammy-ausgezeichneten Alben von Robert Glasper, Maxwell und Terence Blanchard war der Multiinstrumentalist, Komponist und Produzent Derrick Hodge zu hören. Auf seinem dritten Album offeriert Hodge nun einen musikalischen Schmelztiegel aus fließendem Jazz, groovendem Hip-Hop und tiefem Soul mit spiritueller Tiefe und kreativem Feuer. Weiterlesen ›

Adrian Younge, Ali Shaheed Muhammad, Roy Ayers // Roy Ayers

SOUL-JAZZ Der Godfather des Neo-Soul, der Sänger und Vibrafonist Roy Ayers, spielte im Februar 2018 vier ausverkaufte Shows in Los Angeles im Rahmen der Reihe „Jazz Is Dead Black History Month“. Erst im Jahr 2020 entdeckten Ayers-Fans, dass der legendäre Vibrafonist zusätzlich zu diesen Shows auch ein ganzes Album mit Material von Adrian Younge und Ali Shaheed Muhammad aufgenommen hatte. Das nun unter dem Titel ‚Roy Ayers JID 002‘ vorliegende Werk klingt mit seinen acht Songs wie ein ausgegrabenes Meisterwerk aus Ayers' klassischer Periode der Siebzigerjahre. Weiterlesen ›

Simone Kopmajer // My Wonderland

VOCAL-JAZZ Irgendwo zwischen Jazz, Latin, Soul und Pop lässt sich das neue Album der österreichischen Sängerin Simone Kopmajer verorten. Mit ihrer samtweichen, verführerischen Stimme singt sie sich auf ‚My Wonderland‘ in eine wundervoll klingende Musikwelt. Mit ihrem eingeschworenen Quintett rund um den Leiter des Tommy Dorsey Orchestras, dem US-Saxofonisten Terry Myers, gelingt es der erfolgreichen Sängerin, jeden Ton in etwas wirklich Zauberhaftes zu verwandeln. Weiterlesen ›