Martin Kohlstedt & Gewandhauschor Leipzig // Ströme

Seine Stücke betrachtet der 31-jährige Komponist, Pianist und Produzent Martin Kohlstedt niemals als abgeschlossen. Sie entwickeln sich, sie entstehen bei jedem Auftritt neu und verändern ihre Struktur. Ein Projekttitel wie „Ströme“ passt daher gut zum Schaffen dieses außergewöhnlichen Musikers, der nicht nur mit Klavieren und Stimmen, sondern auch mit Elektronik und Fender Rhodes experimentiert. Weiterlesen ›

Rundfunkchor Berlin // Brahms

An die Vertonung von Texten Friedrich Hölderlins wagten sich von der Romantik bis zur Gegenwart nur wenige Komponisten. Komplex und sprachlich anspruchsvoll ist allein schon der Briefroman „Hyperion“, aus dem Brahms das „Schicksalslied“ für ein Chorwerk mit Orchesterbegleitung entnahm. Weiterlesen ›

Jess Gillam // Rise

Die erst zwanzig Jahre junge Saxofonistin und Classic-Brit-Gewinnerin Jess Gillam startet durch. Nach ihrem Riesenerfolg bei einer Performance der British Academy of Film and Television Arts im Februar stand der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Rise“ bei Decca nichts mehr im Wege. Weiterlesen ›

Nikola Djoric // Pictures

Mit dem Akkordeon kann man nahezu alles spielen. Teilweise sogar, ohne die Stücke, die für ganz andere Instrumente komponiert wurden, zu bearbeiten und für die Möglichkeiten des Instrumentes einzurichten. Das Akkordeon passt zur Klassik, zum Jazz und zu Folklore. Und wenn man allein die Avantgardemusik betrachtet, findet man eine ungeheure Menge von neuen Werken, die extra für dieses Instrument geschrieben wurden. Weiterlesen ›

Evgeny Kissin & Emerson String Quartett // The New York Concert

Es kommt eher selten vor, dass der 1971 geborene Pianist Evgeny Kissin Ausflüge in den Bereich der Kammermusik unternimmt. Am 27. April 2018 war es aber einmal der Fall. An der Seite des Emerson String Quartets spielte Kissin im Stern Auditorium/Perleman Stage der Carnegie Hall Klavierquartette von Mozart und Fauré sowie das Quintett von Dvorák beziehungsweise einen Satz aus Schostakowitschs G-Moll-Quintett. Weiterlesen ›

Karl Böhm // Sein Dresdner Abschiedskonzert 1979

Die Doppel-CD Volume 45 der Edition Staatskapelle Dresden enthält ein kostbares Zeitdokument aus dem Zweiten Weltkrieg. Als Nachfolger von Fritz Busch war Karl Böhm 1934 zu dessen Nachfolger an der Dresdner Semperoper berufen worden. Bevor der 49-Jährige nach einer fruchtbaren Arbeit in Dresden dann als Direktor an die Wiener Staatsoper ging, verabschiedete er sich vom Publikum der sächsischen Metropole am 12. Juni 1942 mit einem Abschiedskonzert. Weiterlesen ›

Silver-Garburg Piano Duo // Illumination

Unter einer Illumination verstehen wir ja gemeinhin eine Erleuchtung, die in unserem Geist vor allem verborgene Gedanken und Wahrheiten bewusst werden lässt. Das Silver-Garburg Piano Duo hat diesen Titel für sein Album mit Bedacht gewählt. Es spielt nämlich Bearbeitungen, die die subtil ausgewählten Vorlagen mit zwei Klavieren in eine völlig neue Ästhetik übersetzen. Weiterlesen ›

Christian Jost // Dichterliebe

Der in Berlin lebende Komponist und Dirigent Christian Jost hat die sechzehn Lieder von Robert Schumanns Liederzyklus „Dichterliebe“ nach Heinrich Heine für hohe Stimme (Sopran oder Tenor) und neun Instrumentalisten bearbeitet. „Ist bei Schumann jedes Lied für sich abgeschlossen“, sagt Jost, „erscheinen die Lieder in meinem Werk wie Inseln, die organisch in eine große, neu angelegte Komposition eingewebt sind. Weiterlesen ›

Andras Schiff // Schubert Sonatas & Impromptus

Gibt es einen auf Schuberts Wien des frühen 19. Jahrhunderts zugeschnittenen Ton? Einen Klang, der vielleicht andere Nuancen in dessen großen Klavierwerken setzt, als wir es zu hören gewohnt sind? Diese Frage hat sich der einzigartige András Schiff immer wieder gestellt, obwohl er der historischen Aufführungspraxis gegenüber stets Distanz gewahrt hat. Weiterlesen ›