Valer Sabadus & Concerto Köln // Caro gemello – Farinelli and Metastasio

Der Countertenor Valer Sabadus begibt sich auf die Spuren einer musikhistorisch bedeutsamen Männerfreundschaft. „Caro gemello“, lieber Zwilling, pflegten sich der weltberühmte Kastrat Farinelli alias Carlo Broschi und der nicht minder berühmte Librettist Pietro Metastasio gegenseitig anzusprechen. In einem Farinelli gewidmeten Sonett schwärmte Metastasio einmal: „Ich liebe dich so, wie Farinelli es verdient, geliebt zu werden.“ Weiterlesen ›

Juan Diego Flórez // Bésame Mucho

Gleich der erste, titelgebende Latinoklassiker „Bésame Mucho“ von Consuelo Velázquez ist ein echter Ohrwurm. Fast jeder kennt ihn. Aber selbst für den peruanisch-österreichischen Tenor und Opernstar Juan Diego Flórez war dieser Titel wie auch viele andere Lieder des südamerikanischen Kontinents in seinem jetzigen Leben ein wenig in den Hintergrund getreten. Weiterlesen ›

Jonas Kaufmann // Dolce Vita (Limited Edition)

Obwohl der große Heldentenor Jonas Kaufmann eine besondere Vorliebe für Wagner und das französische Opernrepertoire hat, ist Italien und vor allem die italienische Musik für ihn nicht minder bedeutsam. Für Kaufmann sind die großen Belcanto-Arien und Verismo-Opern aber längst nicht alles, was die Kultur und den Lebensstil der Italiener ausmacht. Die Pinienwälder, die Strände, der Duft von Zitronenbäumen, Pizza und frisch gebrühtem Espresso gehören für ihn ebenso dazu wie die großen Evergreens Enrico Carusos oder Nino Rotas. Weiterlesen ›

Christoph Prégardien & Vox Orchester // Cantatas For Baritone

Dass die Stimme eines Tenors mit zunehmendem Alter in tiefere Lagen absinken kann, ist keine Seltenheit. In manchen Partien, etwa in Wagners „Siegfried“, ist dieser Effekt ja sogar erwünscht. Dass ein lyrischer Tenor wie Christoph Prégardien, der ja zudem auch gern dirigiert, nun eine CD mit Bachs „Kreuzstabkantate“ und zwei Kantaten von Georg Philipp Telemann produziert, in der er Baritonpartien singt, ist durchaus bemerkenswert. Prégardiens Stimme hat einen berückenden Glanz und ein Volumen auch in der Tiefe. Weiterlesen ›

Fritz Wunderlich // Passion

Kaum jemand wird bestreiten, dass die Johannes- und die Matthäus-Passionen mit Fritz Wunderlich als Oratorientenor zu den eindrucksvollsten Bach-Interpretationen gehören. Wenn Wunderlich die Tenor-Arie „Ich will bei meinem Jesu wachen“ aus der Matthäus-Passion in der Begleitung des Münchener Bach-Chors und Bach-Orchesters anstimmt, läuft einem ein Schauer über den Rücken. Weiterlesen ›

Wiebke Lehmkuhl, Laurence Equilbey u. a. // Schubert: Nacht und Träume

Man glaubt ja kaum, wie viele große Komponisten, aber auch Dirigenten der Vergangenheit einzelne Lieder von Franz Schubert orchestriert haben. Felix Mottl tat dies mit dem Ständchen aus dem „Schwanengesang“ D. 957, Britten wählte „Die Forelle“ D. 550 zu diesem Zweck aus, Richard Strauss das Lied „Ganymed“ D. 544 und Berlioz den „Erlkönig“ D. 328. Weiterlesen ›

Dorothee Oberlinger & Andreas Scholl // Bach: Small Gifts

Im Sommer 2017 traten der Countertenor Andreas Scholl und die Blockflötistin Dorothee Oberlinger mit dem Ensemble 1700 bei diversen Musikfestivals auf und wurden begeistert gefeiert. Ein reines Bach-Programm, das hier nun auch auf CD erscheint, hatten die beiden erarbeitet. Weiterlesen ›

Juan Diego Flórez // Mozart

Seine größten Triumphe feierte der peruanische Tenor Juan Diego Flórez bislang im Belcanto-Fach und zeigte in Sachen Rossini, Donizetti oder Bellini, welcher Glanz in seiner Stimme und welche Intelligenz in seiner Interpretationskunst verborgen sind. Flórez’ Tenor ist wunderbar hell und strahlkräftig, schlank in der Höhe und kraftvoll in der mittleren und tiefen Lage. Das zarte Timbre verleiht seinen Arien stets einen hohen Grad an Verletzlichkeit und Hingabe. Weiterlesen ›

Philippe Jaroussky // The Händel Album

War es Respekt vor dem Großmeister der barocken Oper oder einfach nur ein Zufall, dass der Star-Countertenor Georg Friedrich Händel noch nie ein ganzes Album gewidmet hat? Jarousskys Händel-Interpretationen sind einzigartig. Jeder kennt seine Version der Arie „Ombra mai fu“ aus Händels „Serse“. Gerade dieser Hit des Händel-Repertoires oder das unverwüstliche „Lascia ch‘io pianga“ aus „Rinaldo“ aber sind auf Jarousskys neuem Händel-Album gar nicht enthalten. Dem Sänger ging es um Entdeckungen viel weniger bekannter Opern des Meisters. Weiterlesen ›