Martin Stadtfeld // Homage to Bach

Martin Stadtfeld gilt zu Recht als einer der bedeutendsten Bach-Interpreten der Gegenwart. Seine präzisen Phrasierungen, die ausgewogene Anschlagskultur und die Intensität seines Ausdrucks machen seine konzentrierten und immer wieder hinterfragten und optimierten Bach-Interpretationen zu einem Erlebnis. Stadtfeld aber geht noch weiter in seiner Begeisterung für diesen Komponisten. Weiterlesen ›

Hilary Hahn Plays Bach

Viele werden sich wundern, dass bei Decca nun ein Album mit demselben Titel „Hilary Hahn plays Bach“ erscheint, den die großartige Geigerin vor mehr als zwanzig Jahren schon einmal gewählt hat. Dies geschieht aus gutem Grund, denn die neue Aufnahme mit der Bach-Partita Nr. 1 und den Sonaten Nr. 1 und 2 ist eine Fortsetzung des Albums der jungen Hahn. Weiterlesen ›

Benjamin Appl // Bach

Auf ein neues Album des in Regensburg geborenen und in London lebenden Baritons Benjamin Appl rund um das Kantaten- und Oratorienschaffen von Johann Sebastian Bach haben wir nur gewartet. Die Geschmeidigkeit seiner Stimme, die Fülle in allen Tiefen und Höhen sowie der gefühlvolle Gestaltungsreichtum kommen in Arien wie „Willkommen, werter Schatz“ aus der Kantate BWV 36 „Schwingt freudig euch empor“ und erst recht in der Arie „Mache Dich, mein Herze, rein“ aus der Matthäus-Passion einzigartig zum Ausdruck. Weiterlesen ›

Xenia Löffler, Anna Prohaska, Collegium 1704 // Konzerte & Kantaten mit Oboe

Mit seinem neuen Kantatenstil, den der Thomaskantor im Herbst 1726 in Leipzig vorstellte und fortan immer weiter perfektionierte, dürfte Johann Sebastian Bach sein Publikum durchaus überrascht haben. Der Chor nämlich, der bis dahin unverzichtbar gleich zu Beginn seiner Kantaten eine dominierende Rolle eingenommen hatte, wurde in seinen Aufgaben hier zugunsten der neuen Solo- und Dialogkantaten reduziert und erst in den Schlusschören zum vollen Einsatz gebracht. Weiterlesen ›

Daniel Lozakovich // Bach: Violinkonzerte Nr. 1 & 2 und Partita Nr. 2

Er ist erst 17 Jahre jung und hat als jüngster Neuzugang des Labels schon einen Plattenvertrag bei der Deutschen Grammophon in der Tasche. Der in Stockholm geborene Daniel Lozakovich ist allerdings auch ein ganz besonderes Geigentalent, auf das schon Weltklassedirigenten wie Valery Gergiev und Andris Nelsons aufmerksam geworden sind. Auf seinem Debütalbum zeigt der „Noch-Schüler“ bei Bachs Violinkonzerten Nr. 1 und 2 sowie der zweiten Solo-Partita eine unerhörte Reife und exquisite Tongebung. Weiterlesen ›

Friedrich Gulda // Bach – The Mono Tapes

1981 hatte Friedrich Gulda in München eine überaus unterhaltsame Einführung in das Wesen des historischen Instruments Clavichord gegeben. Damals erklärte er, dass dieses im 18. Jahrhundert äußerst beliebte, üblicherweise im Hausgebrauch benutzte Tasteninstrument für öffentliche Konzerte wegen seiner stark begrenzten Lautstärke eher ungeeignet sei. Eine Sensation ist nun die Veröffentlichung privater, hervorragend restaurierter Bandaufnahmen von Bach-Werken mit dem großen Pionier der Klaviermusik am Clavichord, die wir eher einem Zufall zu verdanken haben. Weiterlesen ›

Helmuth Rilling // Glückwünsche zum 85. Geburtstag

Das Schaffen des 1933 geborenen Kirchenmusikers Helmuth Rilling ist so vielfältig, dass die einzelnen Projekte wie Puzzleteile eines gigantischen Gemäldes wirken. Der Mittelpunkt dieses „Klangbildes“ ist für den Kirchenmusiker, Dirigenten und Musikpädagogen Rilling der Komponist Johann Sebastian Bach. Ihm widmete er zwischen 1970 und 1985 bereits Schallplatteneinspielungen aller geistlichen Kantaten, die bei Hänssler erschienen sind und für die er 1985 einen Grand Prix du Disque erhielt. Weiterlesen ›

Christoph Prégardien & Vox Orchester // Cantatas For Baritone

Dass die Stimme eines Tenors mit zunehmendem Alter in tiefere Lagen absinken kann, ist keine Seltenheit. In manchen Partien, etwa in Wagners „Siegfried“, ist dieser Effekt ja sogar erwünscht. Dass ein lyrischer Tenor wie Christoph Prégardien, der ja zudem auch gern dirigiert, nun eine CD mit Bachs „Kreuzstabkantate“ und zwei Kantaten von Georg Philipp Telemann produziert, in der er Baritonpartien singt, ist durchaus bemerkenswert. Prégardiens Stimme hat einen berückenden Glanz und ein Volumen auch in der Tiefe. Weiterlesen ›

Ludwig Güttler // Edition Europa

Es sagt viel aus, wenn ein weltweit bekannter Trompetensolist wie Ludwig Güttler für sein neues Projekt den Titel „Edition Europa“ wählt. In den Augen des gebürtigen Erzgebirglers, der die Wiedervereinigung Deutschlands als großes Geschenk empfand und die Entwicklung des europäischen Kontinents künstlerisch seit Jahrzehnten begleitet, wurde Europa schon Jahrhunderte zuvor durch Musik geeint. Der Austausch zwischen praktizierenden Musikern und Komponisten unterschiedlicher Länder war schon zu Georg Philipp Telemanns Zeiten rege und fruchtbar. Weiterlesen ›