Sabine Devieilhe / Alexandre Tharaud // Chanson d‘Amour

KUNSTLIED ‚Chanson d'Amour‘ heißt das neue Album der Sopranistin Sabine Devieilhe und des Pianisten Alexandre Tharaud, das mit leidenschaftlichen Melodien von Gabriel Fauré, Francis Poulenc, Maurice Ravel und Claude Debussy aufwartet. Mit gewohnter Klarheit und Finesse dringt das Duo in die Welt des französischen Kunstliedes ein, das den Zeitraum vom späten 19. bis zur Mitte des 20.Jahrhunderts definiert. Ihr Programm, das um Ravels „Cinq mélodies populaires grecques“ und Debussys Verlaine-Vertonung „Ariettes oubliées“ herum aufgebaut ist, greift Themen wie Liebe, Krieg und Tod auf und stellt populäre Lieder wie Faurés „Après un réve“, aber auch unbekannte Schätze aus dem Lied Fundus der vier Komponisten vor. „Die Welt der französischen mélodie ist so reichhaltig, dass Alexandre und ich lange und aufwühlende Sitzungen verbrachten. Weiterlesen ›

Francois-Xavier Roth & Les Siecles // Bilder einer Ausstellung / La Valse

KLASSIK-KONZERT Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ gehört zu den bekanntesten Stücken des Konzertsaals, das in verschiedenen Orchestrierungen vorliegt, darunter Maurice Ravels 1922 entstandene Version. Dafür verwendete Ravel denselben Orchesterapparat wie für sein zwei Jahre zuvor fertiggestelltes Poème choréographique „La Valse“. Weiterlesen ›

Menahem Pressler // Clair de lune (Debussy, Fauré, Ravel)

Der Pianist Menahem Pressler ist eine lebende Legende. Der 95-Jährige kannte Thomas Mann und spielte vor Mahlers Witwe Alma Mahler-Werfel. Und Pressler, der zudem ein wunderbar unterhaltender Gesprächspartner ist, hat sich bis heute so viel Witz und Ironie bewahrt, dass er zum Leben wie zur Kunst ein freies und gelöstes Verhältnis aufbauen konnte. Weiterlesen ›

Roberto Alagna, Sabine Devieilhe u.a.// L’enfant prodigue & L’enfant et les sortilèges

In beiden hier live in Paris aufgenommenen Stücken großer französischer Impressionisten geht es um Kinder. Während sich Debussy in seinem Frühwerk „L’enfant prodigue“ auf die dichterische Adaption Édouard Guinands einer biblischen Episode stützt, erzählt Ravel in „L’enfant et les sortilèges“ von der wundersamen Besinnung eines Tiere quälenden Kindes durch plötzlich lebendig werdende Gegenstände. Weiterlesen ›

Alexander Krichel // Miroirs

In Alexander Krichels Interpretation von Maurice Ravels „Gaspard de la nuit“ läuft dem Hörer wahrlich ein Schauer über den Rücken. In den aus Motiven romantischer Schauergeschichten entlehnten Sujets dieses Klavierzyklus’ findet der junge Pianist und große Ravel-Verehrer zu teilweise unwirklich schwebenden Klangkaskaden. Etwa dort, wo die Wasserfee Undine durchs Wasser gleitet, umgeben von Wellen und Strudeln, aber trotzdem leicht und unerreichbar. Krichel malt die Bilder dieser Musik wie ein Impressionist seine Gemälde mit changierenden Farben. Weiterlesen ›

Lucas Debargue // Scarlatti, Chopin, Liszt, Ravel

Es ist für einen Pianisten solcher Klasse schon ungewöhnlich, dass er erst im Alter von elf Jahren den ersten Klavierunterricht erhalten hat und nicht wie viele seiner Kollegen von (Klein-)Kindesbeinen an zum Üben verdammt war. Weiterlesen ›

Bertrand Chamayou // Ravel: Sämtliche Werke Für Klavier

Es war naheliegend für den 1981 in Toulouse geborenen Pianisten Bertrand Chamayou, nach dem Erato-Labeldebüt mit Schubert-Werken nun gleich alle Klavierwerke von Maurice Ravel nachzusetzen. Weiterlesen ›

Khatia Buniatishvili // Kaleidoscope

Die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili gesteht ganz offen ein, dass sie sich immer von ihren Emotionen leiten lässt. Was aber passiert in solchen Momenten, in denen die Emotionen mit einem durchgehen, in denen das Adrenalin die Steuerung außer Kontrolle geraten lassen könnte? Weiterlesen ›