Hélène Grimaud // Memory

„Memory“ ist vielleicht eines der persönlichsten Soloalben des Weltstars Hélène Grimaud, präsentiert sie hier doch Werke, denen sie eine besondere Wirkungskraft auf ihre Seele zuspricht. „Musik ist hier die Erinnerung an die Erinnerung“, kommentiert die Französin. „Die Musik führt uns auf alles zurück, was man je gefühlt, gesehen und berührt hat.“ Weiterlesen ›

Shura Cherkassky Edition

Der 1995 in London verstorbene russische Pianist Shura Cherkassky war ein Meister klarer Konturen und entschlossener Steigerungen. Erst recht, wenn er hier im Rahmen der zehnteiligen CD-Sammlung mit Aufnahmen von 1923 bis 1963 ein Stück wie Liszts Ungarische Fantasie mit den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajans Leitung spielt. Weiterlesen ›

Bertrand Chamayou // Saint-Saëns: Concertos 2 & 5

In den Händen eines französischen Pianisten wie Bertrand Chamayou kommt die besondere Kantabilität der melodischen Linien in der französischen Klaviermusik, ihr Sinn auch für das Exotische, Klangsinnliche und Groteske geradezu beispielhaft zum Ausdruck. Nach seinem viel bewunderten Ravel-Album ist es nun der Schöpfer des „Karneval der Tiere“, Camille Saint-Saëns, dem Chamayou in den Klavierkonzerten op. 22 und op. 103 mit dem Untertitel „Ägyptisches“ eine ganze Palette neuer Farben abgewinnt. Weiterlesen ›

Fazil Say // Debussy & Satie

Erik Satie und Claude Debussy kannten und mochten sich, nachdem sie sich im Kabarett „Chat Noir“ erstmals begegnet waren. Zu ihren Lebzeiten aber hatte es nie ein Konzert mit Werken beider gegeben. Was gut verständlich war, bewegte sich der Impressionist Debussy mit seinen farbig-schillernden Klangwelten und komplexen Sujets wie „Danseuse de Delphes“ oder „La Cathédrales engloutie“ aus den Préludes, Premier livre, auf einer anderen Spielwiese als der Exzentriker Satie. Weiterlesen ›

Ana-Marija Markovina // Bruckner: Gesamtwerk für Klavier

2017 hatte die aus Kroatien stammende Pianistin Ana-Marija Markovina bereits mit der Gesamteinspielung der Klavierwerke von Anton Urspruch viel Aufsehen erregt. Nun nahm sich die engagierte Pianistin das Klavierwerk eines noch berühmteren Zeitgenossen und Vornamensvetters Urspruchs vor: Anton Bruckner. Der Organist, Sinfoniker und radikale Neuerer einer spätromantischen Orchesterklangfarbe wird im Wesentlichen über seine Sinfonien, die Vokalwerke und Messen definiert. Weiterlesen ›

Annika Treutler // Johannes Brahms

Die 1990 geborene Pianistin Annika Treutler wurde von Matthias Kirschnereit und Bernd Goetzke an den Musikhochschulen Rostock und Hannover ausgebildet, erhielt 2014 den dritten Preis bei der Montreal Music Competition und war Semifinalistin beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Zu ihren künstlerischen Partnern gehörte unter anderem Kit Armstrong, mit dem sie auch Werke für zwei Klaviere des diesjährigen Jubilars Claude Debussy gespielt hat. Weiterlesen ›

Sophie Pacini // In Between

Es gehe um Verwandtschaft und Wahlverwandtschaft, beschreibt die deutschitalienische Pianistin Sophie Pacini den Grundgedanken ihres Albums „In Between“. Miteinander verbunden, aber eben auch künstlerisch verwandt waren sowohl das Geschwisterpaar Fanny Hensel und Felix Mendelssohn als auch das Ehepaar Clara und Robert Schumann. Pacini versucht in der Auswahl der Stücke zu zeigen, wie stark sich diese Paare wechselseitig inspiriert haben. Weiterlesen ›

Emil Gilels // Emil Gilels Edition

Eine Aufnahme dieser dreizehn CDs umfassenden Gilels-Edition von Hänssler stammt von 1933. Damals war der russische Pianist Emil Gilels 17 Jahre alt und spielte die „Fantasie über Themen aus Mozarts Figaro“ von Franz Liszt und Ferruccio Busoni ein. Erst zwei Jahre später sollte er in die Schule des großen Pädagogen Hans Neuhaus gehen. Weiterlesen ›

Menahem Pressler // Clair de lune (Debussy, Fauré, Ravel)

Der Pianist Menahem Pressler ist eine lebende Legende. Der 95-Jährige kannte Thomas Mann und spielte vor Mahlers Witwe Alma Mahler-Werfel. Und Pressler, der zudem ein wunderbar unterhaltender Gesprächspartner ist, hat sich bis heute so viel Witz und Ironie bewahrt, dass er zum Leben wie zur Kunst ein freies und gelöstes Verhältnis aufbauen konnte. Weiterlesen ›