Alexander Krichel // An die ferne Geliebte

Ohne die Liebe, sowohl die erfüllte als auch die enttäuschte, wäre die Musikgeschichte um einiges ärmer. Nicht immer kennt man die musikalisch Angehimmelten auch namentlich, oft aber lassen sie sich aus den Biografien der Autoren dann doch erahnen. Weiterlesen ›

Luisa Imorde // L’Affaire d’honneur

Wenn zwei sich streiten oder stritten, wie 1798 einmal der 28-jährige Beethoven und sein 25-jähriger Klavierkonkurrent Johann Joseph Baptist Woelfl in einem Wettkampf im Wiener Palais des Barons zu Plankenstern, dann freut sich ein Dritter. Weiterlesen ›

Martin Stadtfeld // Homage to Bach

Martin Stadtfeld gilt zu Recht als einer der bedeutendsten Bach-Interpreten der Gegenwart. Seine präzisen Phrasierungen, die ausgewogene Anschlagskultur und die Intensität seines Ausdrucks machen seine konzentrierten und immer wieder hinterfragten und optimierten Bach-Interpretationen zu einem Erlebnis. Stadtfeld aber geht noch weiter in seiner Begeisterung für diesen Komponisten. Weiterlesen ›

Igor Levit // Life

Der 1987 geborene Russe Igor Levit ist eine Ausnahmeerscheinung unter den Pianisten der Weltspitze. Viel gehörten Werken des Klavierrepertoires verleiht er mit individuellen Lesarten neue Pulsschläge. Selbst ein Werk wie Ferruccio Busonis Fantasie nach Bach BV 253 erhält bei ihm hinreißend weiche Konturen, eine helle Klangfarbe und eine schwebende Leichtigkeit. Weiterlesen ›

Claire Huangci // The Rachmaninov Preludes

Die junge, für ihr feines und ausbalanciertes Klavierspiel bewunderte Pianistin Claire Huangci wendet sich mit Vorliebe größeren Werkzyklen zu, um, wie sie sagt, „die längeren Bögen im Leben eines Komponisten zu verstehen.“ Mit der Einspielung von Chopin-Nocturnes oder Scarlatti-Sonaten hat das chinesisch-amerikanische Talent bereits viele neue Seiten der Interpretation im Romantik- und Barock-Repertoire ausgelotet. Weiterlesen ›

Hélène Grimaud // Memory

„Memory“ ist vielleicht eines der persönlichsten Soloalben des Weltstars Hélène Grimaud, präsentiert sie hier doch Werke, denen sie eine besondere Wirkungskraft auf ihre Seele zuspricht. „Musik ist hier die Erinnerung an die Erinnerung“, kommentiert die Französin. „Die Musik führt uns auf alles zurück, was man je gefühlt, gesehen und berührt hat.“ Weiterlesen ›

Shura Cherkassky Edition

Der 1995 in London verstorbene russische Pianist Shura Cherkassky war ein Meister klarer Konturen und entschlossener Steigerungen. Erst recht, wenn er hier im Rahmen der zehnteiligen CD-Sammlung mit Aufnahmen von 1923 bis 1963 ein Stück wie Liszts Ungarische Fantasie mit den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajans Leitung spielt. Weiterlesen ›

Bertrand Chamayou // Saint-Saëns: Concertos 2 & 5

In den Händen eines französischen Pianisten wie Bertrand Chamayou kommt die besondere Kantabilität der melodischen Linien in der französischen Klaviermusik, ihr Sinn auch für das Exotische, Klangsinnliche und Groteske geradezu beispielhaft zum Ausdruck. Nach seinem viel bewunderten Ravel-Album ist es nun der Schöpfer des „Karneval der Tiere“, Camille Saint-Saëns, dem Chamayou in den Klavierkonzerten op. 22 und op. 103 mit dem Untertitel „Ägyptisches“ eine ganze Palette neuer Farben abgewinnt. Weiterlesen ›

Fazil Say // Debussy & Satie

Erik Satie und Claude Debussy kannten und mochten sich, nachdem sie sich im Kabarett „Chat Noir“ erstmals begegnet waren. Zu ihren Lebzeiten aber hatte es nie ein Konzert mit Werken beider gegeben. Was gut verständlich war, bewegte sich der Impressionist Debussy mit seinen farbig-schillernden Klangwelten und komplexen Sujets wie „Danseuse de Delphes“ oder „La Cathédrales engloutie“ aus den Préludes, Premier livre, auf einer anderen Spielwiese als der Exzentriker Satie. Weiterlesen ›