Daniil Trifonov // Destination Rachmaninov: Departure

Rachmaninow ist aus dem Leben des russischen Pianisten Daniil Trifonov überhaupt nicht wegzudenken. Lange bevor seine Karriere begann, war der jugendliche Trifonov schon fasziniert von der Kunst seines Landsmanns. Er erwarb jede nur verfügbare Aufnahme von Rachmaninows Werken und holte sich Inspirationen in vielfacher Hinsicht sowohl mit Blick auf technische Fragen des Klavierspiels als auch auf den Umgang des Komponisten mit der Tradition. Weiterlesen ›

Khatia Buniatishvili // Rachmaninoff: Klavierkonzert 2 op.18 & 3 op.30

Allein der Beginn von Rachmaninows 2. Klavierkonzert, in dem die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili eine gewaltige Steigerung aufbaut, die sogleich in das lyrische Thema des ersten Satzes übergeht, ist ein Genuss. Buniatishvili ist aber auch eine Pianistin, die den enormen Kraftentladungen der beiden Klavierkonzerte Nr. 2 und 3, die sie hier mit dem Czech Philharmonic Orchestra unter Paavo Järvis zupackender, enorm konturierter Leitung eingespielt hat, mehr als gewachsen. Die Läufe und Dialoge mit dem Orchester gestalten sich geradezu explosiv. Weiterlesen ›

Grigory Sokolov // Mozart & Rachmaninov: Concertos

Wenn Grigory Sokolov die ersten Töne der Exposition in Rachmaninows 3. Klavierkonzert anschlägt, scheint alles beinah zu schweben. Berückend formt der russische Pianist die melodische Linie und reißt das Orchester mit, um gleich beim ersten Ausbruch ein Höchstmaß an Energetik und Virtuosität an den Tag zu legen. Sokolov spielt manche Passagen wirklich in atemberaubendem Tempo. Und dabei ist es doch ein Merkmal dieses Pianisten, dass er sich so gar nicht in die Rolle eines Selbstdarstellers und in das Schema eines modernen Konzertbetriebs fügen mag. Weiterlesen ›

Kremer, Dirvanauskaitė, Trifonov // Preghiera

Die Behauptung ist kühn, aber fast klingt Fritz Kreislers berühmte Bearbeitung des 2. Satzes aus Rachmaninows 2. Klavierkonzert für Klaviertrio noch schöner, mindestens aber genauso aufregend wie das Original. Gidon Kremer, Giedrė Dirvanauskaitė und Daniil Trifonov haben das als „Preghiera“ („Gebet“) betitelte Stück gleich an den Anfang ihrer neuen CD mit den berühmten Trios élégiaque von Rachmaninow gestellt. Weiterlesen ›

Alexandre Tharaud // Tharaud plays Rachmaninov

Es schwebt immer etwas Geheimnisvolles mit. Man nimmt zwischen den Klängen das bei diesem Komponisten oft verborgene Unausgesprochene wahr, wenn der französische Pianist Alexandre Tharaud Rachmaninow spielt. Emphase lässt er genauso wenig vermissen, Tharaud entwickelt jede Steigerung und jeden noch so großen Ausbruch organisch aus dem Zusammenhang. Weiterlesen ›