Ella Fitzgerald // The Lost Berlin Tapes

VOKAL-JAZZ Ella Fitzgeralds unnachahmliches Gefühl für den Swing und ihre betörend schöne Stimme werden für alle Ewigkeit überdauern. Und bis auf alle Ewigkeit werden Ella und Berlin durch ein Konzert verbunden bleiben, das die „First Lady of Jazz“ im Februar 1960 in der Berliner Deutschlandhalle vor einem begeisterten Publikum gab. Ellas Produzent, der legendäre Verve-Gründer Norman Granz, hatte die Angewohnheit, die wichtigsten Liveauftritte mitzuschneiden. Viele erschienen auf LP, andere verschwanden in den Archiven. Der Mitschnitt des Berliner Konzerts erschien noch im selben Jahr unter dem Titel „Mack The Knife – Weiterlesen ›

Diana Krall // This Dream Of You

JAZZ/POP „These songs, like most others that I have recorded, summon up pictures in my mind. It is to that movie that I hope to take the listener“, sagt die kanadische Sängerin und Pianistin Diana Krall über ihr neues Album ‚This Dream Of You‘. Es ist eine besondere Auswahl nie gehörter Aufnahmen, die Diana Krall persönlich ausgewählt und in ausdrucksstarke Form gebracht hat. Dabei zeigt sie sich in künstlerischer Höchstform. Diana Krall at her best! Als ihr Produzent, Freund und Kreativ-Partner Tommy Lipuma im Jahr 2017 starb, hatte sich die Kanadierin im Frühjahr an die Fertigstellung des Albums begeben. Mit der Ballade „But Beautiful“, dem letzten Song, den Weiterlesen ›

Nils Wülker // GO

JAZZ-ELECTRONICS Nils Wülker, ein Mann voller musikalischer Ideen, hat mit ‚GO‘ sein spannendstes Album geschrieben, produziert und aufgenommen. ‚GO‘ ist seine Exkursion in die elegante Elektronik und komplettiert eine über mindestens fünf Jahre erlebte Album-Trilogie, für die uns der charismatische und visionäre Trompeter/Songwriter mit ‚UP‘ in den Pop und mit ‚ON‘ zum Hip-Hop verführt hat. Sein zehntes Studioalbum ist zwar mit all den analogen Synthesizern und den organischen Loops und Beats „maximal nicht live“, besticht aber mit einigen seiner bislang schönsten und emotionalsten Songs – und dem direktesten und dynamischsten Trompetenspiel jenseits seiner Konzerte. „Ich habe versucht, die Situation anzunehmen, Weiterlesen ›

Mammal Hands // Captured Spirits

JAZZ Mit ihren bisherigen Veröffentlichungen haben sich Mammal Hands bereits einen Namen als hypnotische Instrumental-Band gemacht. Das Trio, bestehend aus dem Saxofonisten Jordan Smart, dem Pianisten Nick Smart und dem Drummer/Tabla-Spieler Jesse Barrett, beeindruckt mit seinem Mix aus Electronica, zeitgenössischer Klassik, World Music, Folk Music und Jazz. Auch in seinem neuesten Werk ‚Captured Spirits‘ geht es um existenzielle Fragen. „Man kann den Titel auf ganz unterschiedliche Arten auslegen, aber die Idee geht auf einen Text zurück, den Jordan gelesen hat“, so Nick. Er handelt von Erfahrungen, die ihre Vorfahren erlebt haben, wie diese im Erbgut festgehalten sind und Einfluss nehmen. Weiterlesen ›

Hélène Grimaud // The Messenger

KLASSIK-KONZERT „Ich habe mich immer dafür interessiert, Werke so zusammenzustellen, wie man es nicht erwartet, weil ich das Gefühl habe, dass Stücke ein besonderes Licht aufeinander werfen“, sagt die Pianistin Hélène Grimaud, die auf ihrem neuen Album ‚The Messenger‘ Mozarts unvollendete Fantasie KV 397, das berühmte Klavierkonzert KV 466 und seine Fantasie KV 475 in ein Zwiegespräch mit dem ukrainischen Pianisten und Komponisten Valentin Silvestrov schickt. Die Aufnahme, eingespielt mit der Camerata Salzburg, entstand Anfang des Jahres an einem Ort, an dem Mozart selbst gewirkt hatte, in der Großen Universitätsaula in Salzburg. Die Stücke erklingen in der Reihenfolge ihrer Komposition, wobei sich die dramatische Komplexität steigert. Diese Stücke werden den Kompositionen von Silvestrov gegenübergestellt. Weiterlesen ›

Sabine Devieilhe / Alexandre Tharaud // Chanson d‘Amour

KUNSTLIED ‚Chanson d'Amour‘ heißt das neue Album der Sopranistin Sabine Devieilhe und des Pianisten Alexandre Tharaud, das mit leidenschaftlichen Melodien von Gabriel Fauré, Francis Poulenc, Maurice Ravel und Claude Debussy aufwartet. Mit gewohnter Klarheit und Finesse dringt das Duo in die Welt des französischen Kunstliedes ein, das den Zeitraum vom späten 19. bis zur Mitte des 20.Jahrhunderts definiert. Ihr Programm, das um Ravels „Cinq mélodies populaires grecques“ und Debussys Verlaine-Vertonung „Ariettes oubliées“ herum aufgebaut ist, greift Themen wie Liebe, Krieg und Tod auf und stellt populäre Lieder wie Faurés „Après un réve“, aber auch unbekannte Schätze aus dem Lied Fundus der vier Komponisten vor. „Die Welt der französischen mélodie ist so reichhaltig, dass Alexandre und ich lange und aufwühlende Sitzungen verbrachten. Weiterlesen ›

Lang Lang // Bach: Goldberg Variations

KLASSIK-PIANO „Das Stück lässt uns alles aus uns herausholen, was wir haben, aber auch alles, was wir nicht haben und noch lernen müssen“, sagt der Pianist Lang Lang über Johann Sebastian Bachs monumentales Klavierwerk Goldberg-Variationen. Für seine Annäherung an das Stück ließ er sich 20 Jahre Zeit, bis der Moment gekommen war, Bachs großartige Aria und die 30 Variationen aufzunehmen. Anfang März dieses Jahres gab er ein Konzert mit den Goldberg-Variationen in Leipzig, das sich für den Pianisten zu einem spontanen, berührenden Live-Erlebnis entwickelte, während sein Spiel im Studio äußerst überlegt und kontrolliert wirkte. „Beim Konzert durchlebt man das 100-minütige Werk als Ganzes. Weiterlesen ›

Lianne La Havas // Lianne La Havas

SOUL/JAZZ „Ich bin jetzt eine erwachsene Frau, daher bin ich weniger schüchtern und zaghaft, wenn es darum geht, bestimmte Dinge zu sagen“, so die Sängerin, Songwriterin, Gitarristin und Pianistin Lianne La Havas. Mit ihrem selbstbetitelten Album, dem insgesamt dritten und Nachfolger des vielgepriesenen, Grammy-nominierten Albums ‚Blood‘, zeigt sich die Britin von einer bewegenden und sinnlichen Seite. „Dies ist das erste selbstproduzierte Album mit meiner Band. Ich habe für alles meinen eigenen Weg – sämtliche Entscheidungen, die man auf dem Album hört, waren meine“, erklärt sie. In Songs wie „Bittersweet“ oder „Paper Thin“ kämpft sie für das süße Gefühl der Liebe und lässt sich soundtechnisch dabei nicht limitieren. Die Studioversion ihres Radiohead-Covers von „Weird Fishes“, das die Sängerin bereits im vergangenen Jahr auf dem Glastonbury Festival sang, war für sie ein wunderbares Erlebnis und der Moment, in dem sie entschied: Der Rest des Albums muss genauso sein. Sommerlich sind die Sounds, die getränkt sind vom Brasil-Pop eines Milton Nascimento, von Soul, R&B, Jazz und Folk im Stil einer Joni Mitchell. ‚Lianne La Havas‘ ist ein Album, das sexy, absolut authentisch und einzigartig ist.   Lianne La Havas – Lianne La Havas (Warner) LP 190295265014 / CD 190295254889 // ab 17.7. im Handel

Mulatu Astatke & Black Jesus Experience // To Know Without Knowing

ETHIO-JAZZ Bereits 2009 trafen Mulatu Astatke und Black Jesus Experience in Addis Abeba zusammen. Seit diesem Zeitpunkt besteht eine große musikalische und freundschaftliche Verbindung zwischen den Musikern. Mulatu Astatke ist der Vater des Ethio-Jazz und einer der einflussreichsten und beständigsten Musikern Afrikas. Black Jesus Experience sind eine australische zwölfköpfige multikulturelle Global-Funk-Band. Weiterlesen ›